"Das Feld ist gut bestellt"

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Landrat Gebhard Kaiser (links) - hier bei der Verkehrsfreigabe des ersten Bauabschnittes der Kreisstraße OA 5 bei Ofterschwang - verweist stolz auf die Investitionen des Landkreises beim Straßenbau. Auch im aktuellen Haushalt sind dafür 15 Millionen Euro eingestellt.

Oberallgäu - Mit einem soliden Haushalt kann sich der Oberallgäuer Landrat Gebhard Kaiser „aufs Altenteil“ zurückziehen. Der Landkreisetat sei ausgewogen aufgestellt, erlaube Investitionen einerseits und einen Schuldenabbau andererseits, freut sich Kaiser. 

Am 24. Januar wird der Oberallgäuer Kreistag den Haushalt 2014 in Höhe von insgesamt 147 Millionen Euro verabschieden. 

„Gespannt“ sei der Landrat, wie die Fraktionen wenige Wochen vor der Kommunalwahl den Posten Schuldentilgung bewerteten. Immerhin verringert der Landkreis seinen Schuldenstand um rund 1,8 Millionen Euro auf 34 Millionen. Überdies müsse man berücksichtigen, dass der durchschnittliche Zinssatz für laufende Darlehen lediglich 2,82 Prozent betrage. Kaiser: „Das wird nie wieder kommen.“ 

Es sei allemal besser in Zeiten günstigen Geldes zu investieren, anstatt auf Biegen und Brechen Schulden zurückzuführen. „Schlimm ist es, wenn man Schulden hat und nicht saniert und investiert hat.“ Unterm Strich, so Kaiser, sei das Feld für den neuen Kreistag, der im Mai antritt, gut bestellt. „Der neue Kreistag kann auf einer soliden Basis aufbauen.“ 

Und investiert hat der Landkreis. Kreiskämmerer Reinhard Reitzner weist in seiner Aufstellung für die Kreisräte auf 157 Millionen hin, die in den zurückliegenden 12 Jahren vor allem in Krankenhäuser, Schulen und in den Straßenbau und Hochwasserschutz gesteckt wurden. Parallel dazu sei die Verschuldung um 11,4 Millionen Euro veringert worden. Zwei Umstände hätten die Konstruktion des aktuellen Haushaltes erleichtert, erläutert Reitzner. 

Die Umlagekraft der Landkreisgemeinden sei deutlich gestiegen, auch wenn das Oberallgäu immer noch Schlusslicht in Schwaben sei. Desweiteren erhält der Landkreis mehr aus dem Topf des Kommunalen Finanzausgleichs. Zwar muss der Kreis mit 28,5 Millionen Euro rund 1,3 Millionen mehr als im Vorjahr an den Bezirk abführen, doch bleiben 2,7 Millionen Euro mehr in der Landkreiskasse. „Insgesamt passt es schon“, kommentiert Reitzner das Gesamtwerk Kreishaushalt 2014. 

Entlastung für den Kreisetat bringt zudem die Übernahme der „Grundsicherung“ für Erwerbslose durch den Bund. Weiterhin steigend sind allerdings die Aufwendungen für die Jugendhilfe – 7,2 Millionen Euro im laufenden Jahr.

Josef Gutsmiedl

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