Bildungsregion Oberallgäu

Gut verzahnte Bildung

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„Kein Talent darf verloren gehen“, betonte der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz beim Dialogforum in Fischen.

Oberallgäu - Unter das Motto „Kein Talent darf verloren gehen“ hatte Landrat Anton Klotz das Projekt Bildungsregion für den Landkreis Oberallgäu gestellt. Nach einem Jahr wurde jetzt die Bewerbung des Landkreises offiziell auf den Weg gebracht.

Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte der Landkreis Oberallgäu die Initiative „Bildungsregionen in Bayern“ des Bayerischen Kultusministeriums aufgegriffen und sich an die Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes gemacht. Übergeordnetes Ziel der Initiative ist es, die Bildungs- und Teilhabechancen vor Ort zu fördern und ein „passgenaues Bildungsangebot“ zu schaffen sowie die Vernetzung aller Angebote zu verbessern.

Nach einem ersten „Dialogforum“ bildeten sich fünf Arbeitskreise, die insgesamt 44 Maßnahmen in einem Modell von fünf Säulen bündelten und entsprechende Handlungskonzepte entwickelten. Rund 110 Personen arbeiten in diesen Arbeitskreisen mit, die von einem Projektteam des Landratsamtes begleitet werden. Das Modell der fünf Säulen beinhaltet einmal den Aspekt der „Übergänge“ und Vernetzung, sowie außerschulische Bildungsangebote und Förderung in schulischer, pädagogischer und sonderpädagogischer Hinsicht unter dem Motto „kein Talent darf verloren gehen“. Dei Säulen 4 und 5 beschreiben die Handlungsfelder Bürgergesellschaft und demografischer Wandel.

Landrat Anton Klotz: „Die Bildungsregion Oberallgäu muss eine Verantwortungsgemeinschaft werden. Eine Verantwortungsgemeinschaft aller Schulen, Träger, Vereine, Kammern, Arbeitgebern, Behörden und Eltern.“ Diese Gemeinschaft soll, so Klotz weiter, jungen Menschen in der Region ein „passgenaues Bildungsangebot“ bereitstellen und die Möglichkeit eröffnen, diese Bildungs- und Teilhabechancen zu nutzen. Eine derartig enge Verzahnung sei nicht ohne den Einsatz und das Engagement zahlreicher Mitwirkender möglich, die letztlich das „Räderwerk der Bildung“ am Laufen halten.

Seit Beginn des Projektes fanden bereits 15 Sitzungen aller Arbeitskreise statt; zudem etliche Vor- und Nachbesprechungen sowie Sitzungen der Projektleitung. Dabei ging es um die Fortschritte bei den einzelnen Säulen und um inhaltliche Abstimmungsprozesse.

Der Landkreis hat eine offizielle Broschüre zum Projekt Bildungsregion Oberallgäu erstellt, in der die „Bildungsagenda“ präsentiert wird. Die Dokumentation wird an Verteter des Kultusministeriums übergeben.

„Kein Talent darf verloren gehen“, unterstreicht Klotz im jüngsten Dialogforum erneut. An dieser Kernaussage des Projektes halte er nach wie vor fest. „Das war mein Hauptbeweggrund, uns dieser Inititive des Staatsministeriums anzuschließen.“ Jetzt, genau ein Jahr nach dem sich der Landkreis auf den Weg gemacht habe, hoffe er mit allen Akteuren, „dass wir in die richtige Richtung gehen“ und die Bewerbung Erfolg habe.

„Mit dem Siegel ist es aber nicht getan“, kommt der Landrat auf das Tagesgeschäft in der Bildungsregion zurück. „Ziel ist ein erfolgreiches kommunales Bildungsmanagement.“ Als ein erster Schritt wurde bereits ein Bildungsbüro eingerichtet. „Wenn es uns gelingt, dass kein Talent verloren geht, sind wir einen große Schritt vorangekommen.“ Das Prädikat „Bildungsregion“ begreife man im Oberallgäu nicht als Ziel, sondern als Startschuss für einen nachhaltigen Prozess zur Stärkung des Oberallgäus als ein Standort für Lebensqualität, Wirtschat und Kultur. „Es geht um die Zukunft der Menschen vor Ort!“ so Klotz.

Josef Gutsmiedl

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