Großes Interesse an Leader-Projekten

Premiere – Die Inhalte der Informationstafeln im Walderlebnis Fischen werden per QR-Code und App vorgelesen, Waldemar Ruf präsentiert die Funktionsweise.

Oberallgäu – „Das Interesse ist deutlich gestiegen an der Exkursion Regionalentwicklung, die dieses Jahr zum sechsten Mal stattfindet“, stellte Theo Haslach, Vorsitzender des Regionalentwicklung Oberallgäu e.V., beim Blick auf die über 20 Teilnehmer fest. Die bis heute steigende Teilnehmerzahl zeige das große Interesse an den Leader- Projekten im Oberallgäu.

„Solche Angebote wird es in Zukunft deshalb häufiger geben, sollten wir im Winter als Leader-Region 2014-20 ausgewählt werden“, stellte Geschäftsführerin Dr. Sabine Weizenegger in Aussicht. Dann können auch wieder neue Projekte Unterstützung durch das Förderprogramm der Europäischen Union bekommen und Tipps und Anregungen zur Projektkonzeption und -umsetzung werden willkommen sein. Diesmal gab es auf einer rund zwei Kilometer langen Wanderung in der Gemeinde Fischen Einblicke in vier ganz unterschiedliche Projekte.

Den Auftakt machte Bürgermeister Edgar Rölz mit dem „Walderlebnis Fischen“. Diese moderne Version eines Waldlehrpfades mit einer Kinder- und einer Familienrunde wird erst in wenigen Wochen eröffnet. Aber schon jetzt zeigte der Weg seine Besonderheit: Die Informationstafeln sind für Sehbehinderte erhörbar. Carola Sieger von der Firma Gastfreund und Waldemar Ruf vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund präsentierten die Funktionsweise eines entsprechenden QR-Codes und der dazugehörigen App für Smartphones.

Rolf Eberhardt, Geschäftsführer des Naturpark Nagelfluhkette, erläuterte, wie mit dem Kommunikationsprojekt Besucherlenkung im Naturpark die Konflikte zwischen Freizeitnutzern und Wildtieren in der Natur reduziert werden sollen. Im Vordergrund stehe dabei die gegenseitige Wertschätzung der verschiedenen Interessensgruppen, also zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen, aber auch zwischen Menschen und Menschen, wie zum Beispiel Wanderern und Mountainbikern.

Zu dieser Wertschätzung trage auch das Projekt Vogelbeobachtung an der Iller bei, das Brigitte Kraft vom Landesbund für Vogelschutz vorstellte. Von sechs Stationen entlang der Iller im Ober- und Unterallgäu aus, starten regelmäßige Exkursionen in die faszinierende Welt der Vögel.

Am Grundbach-Trilogieplatz erwartete Bernhard Joachim die Teilnehmer dann mit Informationen zur Wandertrilogie Allgäu und erläuterte die Entstehung und die Besonderheiten des über 870 km langen Weitwandernetzes über das 33 Allgäuer Orte mit 51 Etappen „Im Dreiklang mit der Natur“ verbunden seien. Das ausgefeilte Konzept habe inzwischen Aufmerksamkeit in der Tourismusbranche geweckt und lasse für die kommenden Jahre viele zusätzliche Gäste in der Region erwarten, so Joachim.

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