Marke Allgäu auf dem Tisch

Das Allgäu kann man jetzt auch „Zum Fressen gern haben“ - mit regionalen Lebensmitteln unter der Dachmarke „Allgäu“. Das blaue Allgäu-Logo ist jetzt auch auf regionalen Produkten für die Hotellerie und Gastronomie präsent. Zunächst sind es Frischmilch und Milchprodukte, die die Herzen der Allgäu-Urlauber und Gäste erobern sollen. Der Verbraucher kann sicher sein, dass nicht nur die Herkunft geprüft ist, sondern auch die Kriterien bodenständig, gesund und nachhaltig erfüllt sind.

Für den Oberallgäuer Landrat, Gebhard Kaiser, ist damit ein wichtiges Etappenziel erreicht. Sein Motto, so ruft der Landrat und Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH in Erinnerung, sei seit dem Jahr 1996 gewesen „Aus der Region - für die Region“. Er hoffe, dass dieses Motto „für uns alle zur Selbstverständlichkeit“ werde. Kaiser verweist auf eine Umfrage der Allgäu GmbH, wonach die Region mit den Begriffen „echt und gut“ verbunden werde. „das müssen wir immer wieder vorleben und nach außen tragen.“ Immerhin könne sich das Allgäu mit 7,6 Millionen Übernachtungen pro Jahr durchaus mit Südtirol messen, so Kaiser. „Da gibt es bei uns noch Entwicklungsmöglichkeiten.“ Gerade nach dem Ausfall der „weißen Linie“ der ehemaligen Allgäuland Käsereien sei ein Produkt mit intensivem Bezug zur Region wichtig. „Da kann es beim Preis nicht immer ums letzte Zehntel gehen“, sagt Kaiser. Mit den Produkten der Marke Allgäu wolle man nicht am Preiskampf teilnehmen: „Diejenigen, die nur über den Preis einkaufen, werden wir nicht erreichen.“ Die „vielen Reserven in der Vermarktung“ sollen Kaiser zufolge noch besser genutzt werden. Bislang seien es „kleine Mosaiksteinchen“. Mit dem Qualitätsversprechen der Marke Allgäu eröffneten sich neue Chancen: „Mit den gemeinsam definierten Kriterien ist der Allgäu GmbH ein wichtiger Schritt gelungen, die reine Herkunftsmarke Allgäu zur Qualitätsmarke hin zu entwickeln.“ Im Boot sind 170 Markenpartner, darunter sechs Produzenten für regionale Lebensmittel. Der erste „Wurf“ beinhaltet jetzt Milch und Milchprodukte, die für die Gastronomie und die Hotellerie unter der Marke Allgäu angeboten werden. Die Hersteller verpflichteten sich, für diese Milchprodukte ausschließlich Allgäuer Milch zu verwenden. Der Hotelgast kann also sicher sein, dass auch „Allgäu drin ist, wo das Allgäu-Logo draufsteht“... Darüber hinaus gelten strenge Qualitätsmaßstäbe, wie Stefan Nitschke, der Projektleiter der Marke Allgäu bei der Allgäu GmbH, betont: artgerechte Tierhaltung, Weidegang und Grünlandfütterung. Nitschke hofft, dass sich weitere Partner finden, die sich fürs Allgäu und die Marke Allgäu einsetzen. „Unser Ziel ist es, die Produktpalette auszubauen. Weitere Lebensmittel sollen folgen und möglichst bald im Einzelhandel angeboten werden.“ Stefan Nitschke und Landrat Kaiser sind sich einig, dass die Vermarktung über die Marke Allgäu auch die bäuerliche Landwirtschaft der Region stützt. Und das Allgäuer Braunvieh, so Nitschke weiter, sei als „landeskulturelles Element“ nicht wegzudenken. Die neuen Allgäuer Gastronomie-Angebote sind über die Großmärkte C+C Oberallgäu in Sonthofen und Früchte Jork in Isny zu beziehen. Allgäuer Sauerrahmbutter in verschiedenen Portionsgrößen kommen aus der Allgäu Milch Käse eG in Kimratshofen, Naturjoghurt, Schlagrahm und Speisequark von der Sennerei Zurwies. Frischmilch liefert die Feinkäserei Stich in Ruderatshofen. Die Allgäuer Trockenfrüchte für verschiedene Müslimischungen kommen von Trockenfrüchte Börg aus Lindau, und die passenden Keramikschüsseln mit dem blauen Allgäu-Logo stellt die Allgäuer Keramik in Altstädten her. Unterstützung findet der „Schritt in die richtige Richtung“, wie es Geschäftsführer Dirk Schoppmann auf den Punkt brachte, bei den Allgäuer Top&Landhotels. „Diesen Wettbewerbsvorteil müssen wir weiter entwickeln und stärker ins Bewusstsein rücken.“

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