Markus Wasmeier erklärte in Sonthofen das Erfolgsrezept seines Freilichtmuseums in Schliersee

Mut, Altes zu bewahren

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Einen Heinzen aus einem alten Sonthofer Bauernhaus, schön dekoriert mit einer Flasche Sonthofer Schnaps, überreichte Bürgermeister Christian Wilhelm (links) Markus Wasmeier als kleines Dankeschön.

Sonthofen – Verfallene Bauernhöfe und Kinder, die glauben, Kühe seien lila – das waren für Markus Wasmeier zwei der Gründe, die ihn zum Aufbau des „Markus Wasmeier Freilichtmuseums Schliersee“ getrieben haben. Der zweifache Olympiasieger erzählte am Mittwoch im Haus Oberallgäu von seinem Erfolgsprojekt.

„Unsere Kultur hat so viele Geschichten und wir bringen sie nicht rüber“, so Wasmeier. Dass es beispielsweise in skandinavischen Ländern seit Jahren anders gehandhabt werde, habe er während seiner Karriere als Skirennläufer oft erfahren. So werde dort viel mehr Wert auf den Erhalt von alten Gebäuden gelegt, bei uns stünden viele historische Gebäude vor dem Verfall.

Wasmeiers Vortrag stand im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Wertschätzung von Kultur und Natur als bayerischen Weg zu einem nachhaltigen Tourismus. Mit dem Freilichtmuseum habe er einen Ort geschaffen, ein „Erlebnis“, wie er betonte, an dem der Besucher eine authentische Zeitreise ins dörfliche Leben des 18. Jahrhunderts erleben kann. Der Erfolg des Museums erkläre sich nicht zuletzt aus einer guten Marketingkampagne, einem interessanten Rahmenprogramm sowie aus dem Bestreben, dem Besucher stehts ehrlich, freundlich und authentisch entgegenzutreten, so Wasmeier.

Mehr zum Vortrag und zur Podiumsdiskussion in unserer Mittwochsausgabe.

Eva Veit

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