Natur-Award der Bahn geht nach Hindelang

Bad Hindelang ist mit dem „Fahrtziel Natur-Award 2010“ ausgezeichnet worden. Das Naturschutzgebiet „Allgäuer Hochalpen“ setzte sich im „Finale“ gegen den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sowie den Naturpark Lüneburger Heide durch. Unser Foto zeigt (von links): Schutzgebietsbetreuer Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern, Bad Hindelangs Kurdirektor Max Hillmeier, Susanne Rauschhuber (Bad Hindelang Marketing) Jürgen Büchy (Geschäftsführer Deutsche Bahn Mobility und Vertrieb) sowie den Leiter des Öffentlichen Personennahverkehrs Oberallgäu, Roland Merkle. Foto: Bad Hindelang

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KREISBOTE, Bad Hindelang - Platz 1 für den Steinadler: Das Naturschutzgebiet „Allgäuer Hochalpen“ ist in Düsseldorf mit dem „Fahrtziel Natur-Award 2010“ ausgezeichnet worden. Das artenreichste Gebirge Deutschlands rund um den Heilklimatischen Kurort Bad Hindelang setzte sich im „Finale“ gegen den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sowie den Naturpark Lüneburger Heide durch. Teilnahmeberechtigt waren die 17 deutschen Großschutzgebiete der Kooperation „Fahrtziel Natur“ sowie alle deutschen Nationalparke, Naturparke und Biosphärenreservate. Bei dem Wettbewerb geht es im Kern darum, nachhaltige Mobilitätslösungen und touristische Projekte in den Schutzgebieten zu fördern und zu verknüpfen. Ferner sollen kreative und funktionierende Konzepte herausgestellt werden. „Das ist eine große Anerkennung für die ganze Region. Ich denke, dass die Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen sowie unsere enge Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Tourismus und dem Öffentlichen Personennahverkehr den Ausschlag für unseren Sieg gegeben hat. Wie man alle Komponenten unter einen Hut bekommt, haben wir mit dem Projekt ‚Bad Hindelang Plus’ in diesem Jahr deutlich untermauert“, sagt Schutzgebietsbetreuer Henning Werth vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Seit Mai bietet das Familien-Urlaubsdomizil Bad Hindelang seinen Gästen mit dem Projekt „Bad Hindelang Plus – Urlaub ohne Nebenkosten“ zahlreiche Attraktionen zum Nulltarif: Auf einer gratis erhältlichen elektronischen Gästekarte sind 17 Freizeitleistungen gespeichert, die Gäste von 225 Übernachtungsbetrieben kostenlos nutzen können. Zu dem Paket zählen insbesondere freie Fahrten mit Bergbahnen und Bussen – die Gratisfahrt mit dem Giebelhaus-Bus führt beispielsweise in das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Wer einen echten Steinadler sehen möchte – hier oben kann er ihn beobachten. „Der Steinadler ist so etwas wie unser Zugpferd. Mit ihm versuchen wir weitere Themen rund um die enorme Artenvielfalt im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen zu kommunizieren. Denn nur, wenn man etwas kennt und schätzt, ist man bereit, es zu schützen“, so Biologe Henning Werth. Dass der 1. Preis letztlich ins Oberallgäu geht, ist für Naturschützer Werth zumindest eine kleine Überraschung: „Immerhin haben wir uns gegen Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate durchgesetzt, die über wesentlich größere Ressourcen verfügen.“ Erst die Förderung der Stiftung Naturschutzfonds und des Europäischen Sozialfonds ESF ermöglichte die Installation von Gebietsbetreuern seit 2003 in Bayern. Die Auszeichnung ist ein weiterer Meilenstein dieses einzigartigen Ansatzes, den es nur in Bayern gibt. Das Kommunikationspaket der Deutschen Bahn AG im Wert von 25.000 Euro sieht Werth als großartige Gelegenheit, nachhaltige Aktivitäten im Naturschutzgebiet und der Region gezielt zu bewerben. Kurdirektor Max Hillmeier bezeichnet die Auszeichnung als „Anerkennung und Herausforderung zugleich: Die Entscheidung der Jury zeigt, dass es von fundamentaler Bedeutung war, den Öffentlichen Personennahverkehr in das Projekt ‚Bad Hindelang Plus’ besonders stark mit einzubinden. Damit haben wir deutlich signalisiert, dass uns nicht nur der Tourismus, sondern vor allem der Schutz unserer großartigen Natur sowie die Reinhaltung unserer sehr gesunden Luft wichtig ist“.schon länger zu Heilung und Prävention – mit Angeboten von Wellnessurlaub über Kneippkuren bis hin zu „Ferien von der Allergie“.

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