Neue Variante 4 vorgelegt

Auch in Variante 4 bleibt der Turm der Jägerkaserne erhalten. Eine genaue Nutzung steht noch nicht fest. Foto: Josef Gutsmiedl

Nächste Woche ist es soweit: der Stadtrat wird über die geplante künftige Nutzung der Kasernenareale abstimmen. Zur Entscheidung liegt neben den drei bereits bekannten Varianten nun auch die Variante 4 vor, in die Vorschläge und Überlegungen aus der ISEK-Strategiekonferenz zur Verbesserung der Variante 3 eingeflossen sind. Die neue Variante wurde vergangene Woche von den Planern im Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates Sonthofen vorgestellt. Nicht nur das Netzwerk für die Erhaltung des Tannachwäldchens wartet gespannt auf die Entscheidung des Stadtrates.

Die neue Variante unterscheidet sich nur in einigen Details von Variante 3. Bei beiden Varianten bleiben das Tannachwäldchen, die Schrebergärten und der Abenteuerspielplatz erhalten. An der südlichen Spitze des Geländes könnte eine Verbindungsstraße entstehen, die Handwerkshof und Rudolf-Diesel-Straße miteinander verbindet. Diese Verbindung war auch in den Varianten 1 und 2 schon angedacht. Dadurch könnte der Verkehr in Sonthofen entflochten, eine bessere Anbindung an die Bundesstraßen erreicht werden. Diese Verbindungsstraße ist, wie die gesamte Variante, im Moment aber erst eine Überlegung, wie Stadtbaumeister Lutz-Holger Behre betont. Erst wenn sich der Stadtrat für eine der Variante entschieden hat, könne ein genaues Verkehrskonzept erstellt werden. In der Jägerkaserne wird in Variante 4 die Fläche zur gewerblichen Nutzung etwas verkleinert. 3,9 Hektar stünden dann für nicht-produzierendes Gewerbe zur Verfügung. Laut aktueller Flächenbedarfsermittlung werden zwischen 4,2 und 6 Hektar Gewerbeflächen benötigt. Das zentrale Hörsaalgebäude in der Jägerkaserne soll erhalten werden und als „Bildungszentrum“ fungieren. Auch das Offizierscasino bleibt erhalten. Es soll der öffentlichen Nutzung dienen, beispielsweise als „Haus der Vereine“. Damit ist laut Kulturreferentin Gertrude Goldner eine der Forderungen des Kulturbeirates in Variante 4 eingearbeitet. Die Grüntenkaserne wird auch in Variante 4 vor allem als Wohngebiet und für Grünflächen genutzt. Das Mischgebiet für öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Wohnen wird im Vergleich zu Variante 3 etwas ausgedehnt. Das Gelände der Standortverwaltung an der Hans-Böckler-Straße soll langfristig als Wohngebiet dienen, eine gewerbliche Zwischenlösung ist aber denkbar. Am Donnerstag, 24. Mai, wird der Stadtrat in einer Sondersitzung darüber entscheiden, welche Variante er für das Strukturkonzept bevorzugt. Im einem Strukturkonzept werden die Flächen zunächst erst grob ihrer künftigen Nutzung zugeordnet, detaillierte Planungen werden in einer nächsten Phase ausgearbeitet.

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