Neuer Meilenstein in der Gesundheitslandschaft

Die Bagger sind schon auf dem Rückzug. Am Samstag, 7. Mai, stellt sich das neue GZI beim Tag der offenen Tür den Oberallgäuern vor. Foto: Josef Gutsmiedl

Offenbar „Idealpartner“ in einem passgenauen Umfeld haben sich beim Projekt „Gesundheitszentrum Immenstadt“ gefunden. Mit im Boot sind neben der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd eG als Investor, das Sozial-Wirtschafts-Werk Oberallgäu auch die Kliniken Oberallgäu bei dem neuen „Meilenstein“, der Anfang Mai ganz offiziell seiner Bestimmung übergeben wird. Kompetente Fachärzte stellen ein geballtes medizinischen Fachwissen konzentriert an einem Standort sicher, das das Gesundheitswesen im ländlichen Raum stärkt.

Bereits am 1. April ging das neue Gesundheitszentrum Immenstadt in die Hand der Kliniken Oberallgäu über. Landrat Gebhard Kaiser, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken gGmbH, sieht ein wichtiges Ziel erreicht: „Wir haben ein optimales Gesundheitsangebot im südlichen Landkreis geschaffen!“ Für Kaiser war es eine entscheidende Frage, die Wertschöpfung im Gesundheitswesen vor Ort zu halten und „keine Leistungen abfließen zu lassen“, etwa an die Kliniken in den Ballungsräumen. Das Gesundheitszentrum neben der Klinik Immenstadt bezeichnet Kaiser als „Quantensprung in der medizinischen Versorgung“ der Region. Zusammen mit den lokalen Klinken in Oberstdorf, Sonthofen und Immenstadt, dem Herz- und Gefäßzentrum ergänze das „Ärztehaus“ mit sieben Facharztpraxen das Angebot. Alles in allem ein gutes Netz-werk, findet Landrat Kaiser. Die Entwicklung zeige, so Kaiser, dass die klassische Facharztpraxis inzwischen ein Auslaufmodell sei. Der medizinische Nachwuchs suche seine Aufgaben in Gesundheitshäusern und den Medizinischen Versorgungszentren. „Da muss man reagieren - oder man ist weg“, sieht sich Kaiser in seiner Vorstellung bestätigt. Im Gesundheitszentrum Immenstadt GZI haben sich - auf über 5500 Quadratmetern und vier Stockwerken - Fachärzte der Richtungen Proktologie, Onkologie, Neurologie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Urologie und Orthopädie eingemietet. Außerdem finden sich hier Praxen für Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Alle können sich auf die gemeinsame Infrastruktur stützen. Abgerundet wird das Angebot durch eine Apotheke sowie ein Sanitätshaus und eine öffentlich zugängliche Caféteria. „Die Fachärzte bleiben somit in der Region“ stellt Michael Osberghaus, Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu fest. Mit der Konzentration an einem Standort könne man die fachärztliche Versorgung in der Fläche sicherstellen, während sonst die Arztpraxen nach und nach dicht machten und die Spezialisten in die großen Städte abwanderten. Begeistert zeigt sich Osberghaus von der „ungeheuren Breite“, die sich im GZI finde. „Für die Patienten im Raum Immenstadt und darüber hinaus ergeben sich viele Vorteile.“ In einer bislang einmaligen Zusammenarbeit gründeten die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd eG und das SWW Oberallgäu die GOS Grundstücksgesellschaft Oberallgäu-Süd mbH, an der sich später auch der Landkreis Oberallgäu beteiligte. Für die Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd als Hauptinvestor habe sich das Projekt als Möglichkeit eines regionalen wie sozialen Engagements angeboten, bringt es Vorstandsmitglied Heinrich Beerenwinkel auf den Punkt. Das Ziel einer regionalen Wertschöpfung mit heimischen Firmen konnte beispielhaft umgesetzt werden. „Das Gesundheitszentrum ist komplett belegt und vermietet. Das spricht für das Gebäude“, freut sich Beerenwinkel. „Ein gelungenes Objekt, das nicht den Eindruck eines reinen Zweckbaus macht.“ Am Samstag, 7. Mai, können die Immenstädter und Oberallgäuer „ihr Gesundheitszentrum“ besuchen und beim Tag der offenen Tür von 10 bis 16 Uhr die neuen Räumlichkeiten besichtigen und die Praxisbetreiber und ihre Mitarbeiter kennenlernen. Es finden Führungen, Vorträge, Demonstrationen und Vorführungen zu allen im GZI verfügbaren Angeboten statt. Dazu gibt es ein unterhaltsames Rahmenprogramm für Jung und Alt, Musik und Bewirtung.

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