"Der Hirschbräu" stellt neues Craftbeer vor

Süffiger "Black Bock"

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Das Kreativitätstrio bei der Bockbierprobe: Ruben Vogler (von links), Anna Mohr und Braumeister Kilian Stückler.

Sonthofen – Der „Black Bock“ ist die neueste Bierkreation von Kilian Stückler. Die Grundidee für dieses Craft-Beer bestand bereits seit längerem und so wurde in der Traditionsbrauerei „Der Hirschbräu“ zum Kochtopf gegriffen und losgebraut, bis ein Rezept gefunden war, das den Braumeister überzeugte.

Ein Bier brauen ist eine Sache. Ein Bier verkaufen eine andere. Das weiß der junge Braumeister Kilian Stückler natürlich. „Gerade die handwerklich gebrauten ‚Craft-Biere‘ sind mitunter schwer einzuschätzen“, berichtet Stückler mit Blick auf den Markt. „Schmeckt‘s? Lässt sich‘s verkaufen?“ Zudem sei die Hirschbrauerei nicht auf kleinere Mengen eingerichtet. „Ein Sud sind bei uns eben 16 500 Liter“, so Stückler.

Hintergrund für seine neue Bier-Kreation war letztlich einen Anfrage, ob er nicht mit einem speziellen Bier bei einem „Craftbeer-Adventskalender“ mitmachen wolle: 24 verschiedene Biersorten in einem pfiffigen Arrangement.

Nach einigen Überlegungen entschloss sich Stückler, mitzumachen. Seine spezielle Vorstellung dazu hatte der Bier-Tüftler schon in der Schublade. Da „sein“ Doppelbock, das preisgekrönte Bier der Brauer-WM 2012, weltweit bekannt ist, lag es nahe, dass das neue Bier ebenfalls ein Bockbier werden sollte. Der Startschuss für weitere Experimente am heimischen Kochtopf war gefallen: „Jetzt wusste ich, wohin die Reise gehen sollte.“

Exporttauglich und haltbar musste die Neuschöpfung auch sein. Als natürliches Konservierungsmittel sollte – Bockbier-typisch – ein höherer Alkoholgehalt wirken und eine Extraportion Hopfen. Die tiefschwarze Farbe verdankt das Bier den englischen Malzsorten, den sogenannten Chocolate Malts. Unter die feinherbe Kaffee- und Schokoladennote des Malzes mischt sich schließlich der Geschmack des deutschen „Polaris“-Hopfen, der das Aroma von Minze mitbringt. Der „Black Bock“ erhält so seine ganz eigene, vollmundige Note.

Ein wenig experimentiert wurde auch beim Etikett für den „Black Bock“. Mit Anna Mohr und Ruben Vogler holte Kilian Stückler zwei Experten ins Boot, um ein passendes Etikett zu entwerfen. Und da durfte der schwarze Hirsch nicht fehlen, den Anna Mohr vor eine stilsierten Bergkulisse stellte. „Dark. Strong. Unfiltered“, heißt es dazu. Damit sind die Hauptmerkmale des neuen Bockbiers schlaglichtartig umrissen.

Lange vor der Bockbiersaison im Winter ging es aus vom heimischen Kochtopf an den Sud- kessel. Rund 11 000 Liter des „Black Bock“ ergab die Produktion unter dem Titel „Session No. 1“. Erst einmal. Denn vielleicht werde man ja nachlegen, deutet Kilian Stückler an. Mit 7,2 Prozent Alkohol ist das „kleine Schwarze“ in der 0,3-Liter-Flasche ein handfestes Bockbier.

Die neue Bierkreation der Hirschbräu gibt es in ausgesuchten Getränke-Fachmärkten der Region und in Sonthofen im Bräumarkt der Hirschbrauerei.

Einen kleinen Teil des Suds hat Kilian Stückler in einem Cognac-Fass dem Zugriff der Bockbierfreunde erst einmal entzogen. „Im kommenden Jahr schauen wir, was da rauskommt...“

Josef Gutsmiedl

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