"Junger Wilder"

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Michael Finger

Oberallgäu - Die Ökologisch Demokratische Partei / Kreisverband Oberallgäu stellt einen eigenen Kandidaten für die Wahl des Landrats im März kommenden Jahres. Mit dem 42-jährigen Oberstdorfer Michael Finger schickt die ÖDP einen „jungen wilden Oberallgäuer“ ins Rennen um das höchste politische Amt im Landkreis.

Michael Finger ist verheiratet hat zwei Kinder, war ein reisender Allgäuer und hat drei Berufe erlernt. Im Landkreis begleitete er die letzten Jahre das Projekt um den Ifen und das Tunnel bei Fischen als Netzwerker. Er war Mitbegründer der Montessorieschule in Sonthofen, der Regionalgruppen der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen. 

Die Landwirtschaftlichen Wurzeln liegen dem Oberstdorfer im Blut, das merkt man an seiner Leidenschaft für die Gentechnikfreiheit und der Regionalen Markenstrategie der Marke Allgäu an denen er aktiv mitwirkt. Finger arbeitet seit Jahren mit viel Energie für die Bürger im Landkreis und darüber hinaus. Aus seiner Feder kommt zum Beispiel der Antrag, den der Landkreis nun schon seit zwei Jahren umsetzt – ein Verbot von Kauf von Produkten oder Dienstleistungen, die aus Kinderarbeit kommen. Michael Finger formulierte seine wesentlichen politischen Ziele: Das Oberallgäu müsse den Spitzenplatz im Landverbrauch in Bayern verlassen. 

Die Sozialstruktur der Dörfer soll gefördert und erhalten werden. „Darunter fällt der Dorfladen genauso wie die Schule und der Sportverein“, so Finger. Dem Erschließungsdruck dürften nicht weiter Landschaft und Heimat geopfert werden. Hier sei der Verkehr auf der B19 im südlichen Oberallgäu ein Beispiel einer Fehlentwicklung, die einer schnellstmöglichen Lösung bedürfe. Bürgerbeteiligungen und Transparenz sei ein wichtiges Instrument, um Vertrauen zu schaffen, so Finger weiter. Diese Plattform fehle dem Landkreis. „Dem Michl liegt die Leichtigkeit des Seins und die Freiheit der Gedanken im Blut“, sagte ÖDP-Kreisvorstand Herbert Siegel.

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