Winterdienst auf Sparflamme

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So „dick“ kam es im vergangenen Winter nicht ein einziges Mal. Die Kreisverwaltung sparte Geld, das zum Teil in Straßensanierungen gesteckt werden soll.

Oberallgäu - Ein Winterdienst „auf Sparflamme“ liegt hinter den Straßenmeistereien in Sonthofen und Kempten. Der niederschlagsarme und milde Winter bescherte dem Landkreis eine erfreuliche Bilanz beim Winterdienst: weniger Einsatzstunden, weniger Salzverbrauch – unterm Strich weniger Kosten.

„Im Winter 2013 / 2014 waren die Straßenmeistereien beim Winterdienst nicht sehr stark beansprucht“, brachte es Michael Stetter von der Straßenmeisterei Sonthofen auf den Punkt. Das sei zwar gut für den Landkreiskasse, aber ganz schlecht für den Tourismus, rückte Landrat Gebhard Kaiser die Bilanz zurecht und verwies im Bauausschuss auf die eingebrochenen Übernachtungszahlen. Man sei – Dank guter Infrastruktur und Beschneiungsanlagen – mit einem blauen Auge davongekommen.

Mit einer knappen Million hatte der Kreiskämmerer im Haushalt die Kosten für den Winterdienst veranschlagt. Bisher sind allerdings erst rund 300 000 Euro an Kosten aufgelaufen. Den „Überschuss“ werde man in den kommenden Haushalt schieben und zum Teil für Straßensanierungen verwenden, deutete Kaiser an.

Auf rund 50 Prozent kam Michael Stetter in seinem Rückblick auf den Winterdienst immer wieder: Bei den Einsatzstunden der Räum- und Streufahrzeuge (rund 1200 bei der Straßenmeisterei Sonthofen, knapp 1000 für Kempten) genauso wie beim Salzverbrauch und dessen Kosten. Im Vorjahr waren es rund 5500 Tonnen Streusalz – heuer genügte die Hälfte. Den „richtigen Winter“ habe man geradezu suchen müssen – etwa am Riedbergpass, in Balderschwang oder im Kleinwalsertal.

Solche Winter habe es immer schon einmal gegeben, erinnerte sich Stetter, der bald 40 Jahre als Mitarbeiter der Kreisverwaltung „auf dem Buckel“ hat. Alle drei oder fünf Jahre gebe es solche Durchhänger. „Aber so einen schwachen Winter fast ohne Schnee wohl noch nie...“

Josef Gutsmiedl

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