Jetzt geht`s zur Sache für den ERC

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Dave Rich

Sonthofen – Nach einigen Jahren Pause, meldet sich der ERC Sonthofen zurück in der Eishockey-Oberliga. Am Freitag steigt um 20 Uhr das erste Spiel – mit dem ERC Selb kommt der amtierende Oberligameister nach Sonthofen.

Die Vorbereitungsspiele des ERC zeigten Licht und Schatten, aber bei den letzten Siegen gegen Buchloe und Peiting lief das ERC-Spiel schon besser. Doch gerade in dem Spiel gegen den Meister Selb ist jeder ERC-Spieler topmotiviert und will dem großen Favoriten ein Bein stellen. Hierzu wird vor allem das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft gefragt sein, denn Selb stellt mit den beiden Kanadiern Mudryk und Piwowarczyk, den Topangreifern Hendrikson, Hördler, Geisberger und Heilman sowie den Neuzugängen Schmid (Frankfurt) oder Neugebauer (DEG) eine Topoffensive, die nur schwer zu halten sein wird.

Vor allem im ersten Spiel der neuen Saison hoffen in Sonthofen alle auf die große Überraschung. Hierbei sollen natürlich die Fans helfen, denn ERC-Coach Dave Rich ist sich sicher, dass jeder Spieler durch eine stimmgewaltige Unterstützung noch zulegen kann.

Am Sonntag muss der ERC dann die nächste hohe Hürde nehmen, denn der Gegner Bayreuth hat letzte Saison hervorragend gespielt. Der Kreisbote hat ERC-Trainer Dave Rich über die Saisonvorbereitung befragt.

Sind Sie mit der Vorbereitung Ihrer Mannschaft auf die neue Saison zufrieden?

Dave Rich: „Leider hatten wir im Vergleich zu den meisten anderen Teams wenige Spiele und eine zu kurze Vorbereitungszeit. Trotzdem bin ich zufrieden, denn die Spieler haben sich im Sommer gut vorbereitet und sind fit.“

Harmoniert die neue Mannschaft schon – wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf?

Rich: „Das Zusammenspiel wird mit jedem Training und mit jedem Spiel besser. Vor allem die Unter- und Überzahlsituationen müssen wir noch verstärkt trainieren. Außerdem gilt es, die neuen Regeln wie die Verkleinerung des Mitteldrittels und die neue Icing-Regel im Training umzusetzen und darauf einzugehen.“

Wie sind Sie mit den neuen Spielern zufrieden? Von welchem Spieler dürfen sich die Fans besonders viel erwarten?

Rich: „Wir haben zwei Top-Ausländer verpflichtet und auch alle anderen Neuzugänge werden eine Verstärkung sein. Die Verteidiger Tomas Gulda und Brad Miller haben ein tolles Spielverständnis und sind gute Überzahlspieler. In der Offensive sind wir sehr kompakt aufgestellt – hier sind alle Stürmer torgefährlich.“

Welche Perspektiven haben die jungen Spieler? Bekommen Sie genügend Spielpraxis?

Rich: „Die Jungs werden alle ihre Eiszeiten bekommen. Sie müssen ihre Chance nutzen und eine Konkurrenz für die gesetzten Spieler darstellen. Wir brauchen die jungen Spieler jedenfalls dringend.“

Wer sind für Sie die Favoriten in der Oberliga?

Rich: „Natürlich der letztjährige Meister Selb, aber vor allem Freiburg und Deggendorf haben sich hochkarätig verstärkt und werden vorne dabei sein. Ansonsten wird die Liga sehr ausgeglichen sein.“

Was wird der große Unterschied zur Bayernliga sein?

Rich: „Das Spiel ist schneller, man hat nicht mehr so viel Zeit, Entscheidungen zu treffen. Fehler werden gnadenlos bestraft und die Torhüter sind insgesamt besser. Wir müssen jedenfalls diszipliniert spielen und Strafzeiten vermeiden.“

Welche Ziele haben Sie sich für diese Saison gesetzt?

Rich: „Der Klassenerhalt ist natürlich wichtig – ich will aber mit meinem Team die Play-offs erreichen.“

Was können die Fans bei den Heimspielen des ERC erwarten?

Rich: „Zuerst mal müssen wir akzeptieren, dass wir die Underdogs sind und alle Spiele schwer für uns werden. Es wird viele Hochs und Tiefs geben, doch wir wollen alles versuchen, Heimstärke zu zeigen. Dazu brauchen wir die Zuschauer, denn ein Spieler kann nur dann selbstbewusst auftreten, wenn er angefeuert und unterstützt wird. Dann können wir gemeinsam viel erreichen.“

Wie würden Sie sich als Person und als Trainer beschreiben – welche Spiel- und Trainingsphilosophie haben Sie?

Rich: „Ich bin ein Trainer für die Spieler. Sie sollen ohne Angst spielen können. Jeder bekommt seine Chance und ich möchte jeden unterstützen, diese zu nutzen. Unsere Spielweise soll zwar offensiv sein, doch werden wir das nie über 60 Minuten durchhalten können, so dass das Defensivverhalten des gesamten Teams eine große Rolle spielen wird.“

Wir wünschen Ihnen und dem Team viel Erfolg in der Oberliga!

Peter Fischer

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