Sportlicher Zeitplan

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Die Zeit drängt: bis zur Skiflug-WM 2018 muss die Oberstdorfer Flugschanze fit gemacht werden.

Oberstdorf - Noch zwei Jahre sind es bis zur Skiflug-Weltmeisterschaft vom 18. bis 21. Januar 2018 auf der Heini-Klopfer-Schanze im Oberstdorfer Stillachtal. Interessiert schauten darum die Verantwortlichen nach Bad Mitterndorf in der Steiermark, wo Mitte Januar die Skiflug-WM stattfand und die deutsche Mannschaft die Silbermedaille holte.

Am Schluss des Skifliegens am Kulm wurde der Oberstdorfer Delegation mit dem Präsidenten des Oberstdorfer Skiclub Dr. Peter Kruijer die FIS-Fahne für die WM 2018 überreicht. Die Oberstdorfer Generalprobe steht allerdings schon beim Finale der FIS-Team-Tour im Februar nächsten Jahres an. Bis dahin muss der Umbau der Schanze stehen. Der Oberstdorfer Gemeinderat vergab weitere Aufträge für die Neuausrichtung des Geländes.

Der Umbau für insgesamt 11,6 Millionen Euro war notwendig geworden, da das Zertifikat des Internationalen Skiverbandes FIS für die Schanze abgelaufen war. So wird unter anderem der Schanzentisch zurückgenommen und nach oben versetzt und der Auslauf erweitert. Ein neuer Sprungrichterturm muss her und der alte Sessellift soll durch einen Schrägaufzug ersetzt werden. Sobald der Schnee geschmolzen ist, sollen die Baumaßnahmen richtig losgehen. Viele der Aufträge sind schon vergeben. Durch den späten Wintereinbruch konnten schon im Dezember einige Arbeiten vorgenommen und abgeschlossen werden.

Um die weitere Auftragsvergabe zu beschleunigen, schlug Bürgermeister Laurent Mies ein mit sechs Leuten besetzte „Ad-hoc-Gremiun“ vor, das kurzfristig mit Mehrheit Entscheidungen über die Vergabe von Aufträgen treffen kann. Selbstverständlich „nur im Rahmen des Haushalts und des Finanzierungsrahmens des Projektes“, wie es im Beschlussvorschlag hieß. Was auf deutlichen Widerstand von Siegmund Rohrmoser stieß. „Auftragsvergaben in dieser Größenordnung gehören in den Gemeinderat oder in einen beschließenden Ausschuss“, so der Grünen-Gemeinderat, der ankündigte, einen solchen Beschluss durch die Kommunalaufsicht rechtlich überprüfen zu lassen. Mies sprach von einem „ambitionierten Zeitplan“ und machte deutlich, dass die Zeit drängt. Er sieht keine Probleme bei der Bestellung des Gremiums: „Eine Notfallmaßnahme, dessen Entscheidungen selbstverständlich vom Gemeinderat nachträglich autorisiert werden müssen“. Die große Mehrheit des Gemeinderates hatte weniger Bedenken und stimmte dem Sechsergremium (die drei Bürgermeister und die Referenten für Bauwesen, Finanzen und Sport) gegen die Stimmen der Grünen zu. Mit der Maßgabe, dass die endgültigen Entscheidungen beim Gemeinderat liegen. Fritz Sehrwind (CSU) schlug einen aktuellen Haushaltsplan der Maßnahmen vor. Dieser soll laufend fortgeschrieben werden um eine Übersicht über die Kosten zu haben.

Bei den anstehenden Auftragsvergaben gab es Kritik von Seppi Dornach (UOL), weil aktuell noch keine Pachtverträge vorlagen: „Ich kann bei solchen Summen nicht mehr mit stimmen, solange die Verträge nicht unterzeichnet sind.“ Die Eckpunkte der Verträge seien klar, es fehle nur noch die Dokumentation, sieht Mies hier keine weiteren Schwierigkeiten. Neben Dornach und Helmut Schratt (Freie Wähler) stimmten auch die beiden Grünen gegen die Auftragsvergaben für Sprungrichterturm, Freianlagen, Brandschutzplanung und die Gebäude für den Schrägaufzug.

Heinrich Bonert

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