Startschuss für neues Oberstdorfer Mobilitätszentrum

Mit viel Aufenthaltsqualität

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Der bislang schlichte Oberstdorferf Busbahnhof soll im kommenden Jahr durch ein modernes „Mobilitätszentrum“ ersetzt werden und schon zur Skiflug-WM 2018 fertig sein.

Oberstdorf – Nach bald 18 Jahren Diskussion soll es nun beim Bau des Oberstdorfer Busbahnhofs sehr schnell gehen. Die Zeit drängt – das neue Mobilitätszentrum soll 2017 gebaut und zur Skiflug-WM 2018 funktionsfähig sein

Zu schnell für viele Gemeinderäte, wie sich im Bauausschuss zeigte, wo der Planungsauftrag vergeben werden sollte. Einstimmig wurde darum die Entscheidung auf eine Sitzung des Gesamtgemeinderates vertagt. Dieser beschloss nun bei vier Gegenstimmen die Gewinner des Architektenwettbewerbs mit der Planung zu beauftragen.

Im Mai hatte der Gemeinderat beschlossen, einen Wettbewerb für „die Schaffung eines modernen und zeitgemäßen Mobilitätszentrums“ auszuloben. Vorgaben waren zehn Busstellplätze (davon sechs für Gelenkbusse), Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, bequeme Erreichbarkeit für alle Benutzergruppen und die Integration in das städtebauliche Umfeld. Der neue Busbahnhof soll eine hohe Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit sowie eine gute Vernetzung mit dem Bahnhof bieten.

16 Entwürfe kamen in die Auswahl, die im Foyer des Oberstdorf-Hauses der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Bei der Präsentation der Konzeptionen konnten die Besucher die überaus unterschiedlichen Vorschläge – von sehr futuristischen Modellen über „Insellösungen“ bis zur Stadl-Optik – in Augenschein nehmen.

Zwei Tage zuvor hatte ein mit Fachleuten besetztes Gremium über die drei ersten Plätze und einen Anerkennungspreis entschieden. Der erste Preis ging dabei an das Architekturbüro Fischer und Gibbesch aus Sonthofen mit einer leicht geschwungenen Dachkonstruktion. Platz zwei und drei gingen an Pläne, die eine Freifläche in der Mitte vorsehen, um die herum die Busplätze platziert sind. Architekt und Städteplaner Werner Dehm, der die Entwürfe vorstellte, lobte den Sieger als ein „schlüssiges und städtebaulich gut integriertes Modell“. „Die Funktionalität war ein sehr wichtiges Kriterium“, so Dehm.

Auf dieser Basis sollte am gleichen Abend der Bauausschuss die Planungsleistungen vergeben, wobei die Räte nicht an die Reihenfolge der Jury gebunden sind. Mehrere Gemeinderäte wie Helmut Schratt, Rudolf Götzberger (beide FW) und Josef Dornach (UOL) monierten, die Unterlagen erst ein paar Stunden vor der Sitzung erhalten zu haben. Sie plädierten dafür, die Entwürfe erst einmal in den Fraktionen zu beraten. Man habe nun die Entwürfe 33 bis 49 gesehen, warnte Martin Rees (AO/FDP) vor einem „Schnellschuss“ und wollte die Pläne auf weitere Kriterien abgeklopft haben. Der Bauausschuss beschloss,das Thema im Gesamtgemeinderat zu beraten. Wo dann eine knappe Woche später nach kurzer Diskussion doch schnell eine Entscheidung getroffen wurde.

Mit den Planungsleistungen wird der 1. Preisträger des Wettbewerbs beauftragt. Besonders geachtet werden soll dabei auf die Kosten und die Angemessenheit des Daches und die Gestaltung des Aufenthaltbereiches. Vier Räte stimmten gegen den Beschluss.

Heinrich Bonert

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