Schwimmbäder im Strudel

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Schatten über dem Badespaß: Viele öffentlichen Schwimmbäder sind offenbar sanierungsbedürftig.

Allgäu – Der Allgäuer SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert fordert die Staatsregierung auf, dem Sanierungsstau bei Schwimmbädern auch im Allgäu entgegenzutreten. Eine parlamentarische Anfrage des SPD-Politikers hat ergeben, dass im Allgäu zahlreiche öffentliche Schwimmbäder sanierungsbedürftig sind.

Demnach sind im Landkreis Oberallgäu und in Kempten von derzeit 27 Schwimmbädern acht sanierungsbedürftig (Haldenwang, zwei in Immenstadt, Oberstaufen, Moorschwimmbad Oberstdorf, Rettenberg, Sonthofen, Weitnau) und drei stark sanierungsbedürftig (eins in Kempten, Lauben, Oberstdorfer Therme). Eines der Schwimmbäder in Immenstadt sowie die Schwimmbäder in Lauben und Thalkirchdorf sind nach Auskunft der Staatsregierung gar von der Schließung bedroht.

„Damit sind im Oberallgäu und Kempten zwar 16 von 27 Schwimmbädern in einem akzeptablen Zustand, aber die Sanierung der Schwimmbäder darf nicht weiter hinten anstehen. Das ist sowohl für die Bürgerinnen und Bürger, gerade die Schülerinnen und Schüler, als auch für den Tourismus nicht hinnehmbar“, bewertet Wengert diese Zahlen.

Viele Kommunen seien nicht mehr in der Lage, die anfallenden Sanierungen durchzuführen und die laufenden Betriebskosten für ihre Bäder zu bezahlen, stellt der Kommunalpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion fest und fordert gemeinsam mit seiner Fraktion für den Doppelhaushalt 2017/2018 die Einrichtung eines staatlichen Sonderfonds in Höhe von 30 Millionen Euro. Paul Wengert: „Die Staatsregierung darf die Kommunen nicht im Stich lassen. Die Kommunen müssen dringend bei Sanierungsmaßnahmen unterstützt werden, in Härtefällen sogar mit bis zu 100 Prozent der Sanierungskosten. Nur so kann garantiert werden, dass auch in Zukunft flächendeckend Schwimmunterricht angeboten werden kann.“

Laut neuesten Studien der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, DLRG, kann bereits die Hälfte der zehnjährigen Kinder nicht schwimmen. Ein Grund dafür sei, dass immer weniger Kinder und Jugendliche das Schwimmen im Sportunterricht erlernen. Auch die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes, dessen Vizepräsident Wengert ist, beklagt die rasant zunehmende Anzahl an Nichtschwimmern.

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