Bertelsmann Stiftung unterstützt Integrationsarbeit des Landkreises

Vorreiter Oberallgäu

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Startschuss für das Pilotprojekt „Angekommen – was nun?“ (von links): Theresia Daubenmerkl (Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte), Anne Güller-Frey (IQ-Netzwerk), Landrat Anton Klotz, Claudia Walther (Bertelsmann Stiftung), Miriam Duran (Migrationsbeauftragte) und Ralph Eichbauer (Abteilungsleiter „Mensch und Gesellschaft“).

Oberallgäu – Erneut ist der Landkreis zur Pilotkommune ausgerufen worden. Unter dem Motto „Angekommen – was nun?“ fiel bei der jüngsten Integrationskonferenz der Startschuss für die intensive Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung. Zum Auftakt drängten sich rund 100 Konferenzteilnehmer im Sitzungssaal des Landratsamtes.

„Es ist erfreulich, dass uns die Bertelsmann Stiftung bei der Integrationsarbeit vor Ort unterstützt“, sagte Landrat Anton Klotz. Wie Stiftungsbeauftragte Claudia Walther betonte, steht bei dem Pilotprojekt die Integration anerkannter geflüchteter Menschen im Fokus. Dabei gehe es um die Aspekte Arbeit, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Wichtig sei, diese drei Bereiche aufeinander abzustimmen, sagte Ralph Eichbauer, Abteilungsleiter „Mensch und Gesellschaft“ im Landrats­amt. Sprachkurse seien gut, jedoch müssten die Menschen im Alltag Deutsch sprechen, „am besten bei der Arbeit und in der Nachbarschaft.“ Man wolle die Migranten selbst in den Prozess einbinden und nachhaltige Strukturen aufbauen. Im Landkreis sei in dieser Hinsicht schon sehr viel passiert, unterstrich Klotz. Möglich geworden sei dies dank „großartiger“ Unterstützung der vielen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen. Sie hätten sich in kurzer Zeit an ständig verändernde Bedingungen angepasst und Unterstützungsangebote, Maßnahmen sowie Projekte für die Geflüchteten „aus dem Boden gestampft“.

Bundesweit stehen fünf Städte und fünf Landkreise in der Pilotphase. Begleitet wird das Projekt der Bertelsmann Stiftung vom IQ-Netzwerk (Integration durch Qualifizierung) sowie von einer professionellen Prozessmoderation des „Institutes für soziale Innovation“. Die operative Leitung im Landratsamt obliegt Miriam Duran (Migrationsbeauftragte) und Teresa Daubenmerkl (Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte). Ziel ist die Erarbeitung eines Strategiekonzepts mit Handlungsempfehlungen und konkreten Maßnahmen. Um die Perspektiven der verschiedenen lokalen Akteure auszuloten, wurde bereits eine Online-Befragung ausgewertet. Dabei kam auch zutage, dass 60 Prozent der Arbeitgeber im Landkreis zwar „enge oder sehr enge“ Kontakte etwa zur Bundesagentur für Arbeit pflegen, jedoch kaum Verbindungen zu Asylhelfern und sonstigen Unterstützungssystemen bestehen. Um über persönliche Beziehungen mehr Flüchtlinge in Arbeit zu bringen, wird nun auch über einen regelmäßigen Stammtisch mit potenziellen Arbeitgebern und Helferkreisen nachgedacht.

cis

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