Qualität ganz oben

Zum Schluss geriet die Beurteilung der 52 Berg- und Alpkäsepartien im Oberstdorf Haus noch zum "Käsekrimi": Sowohl beim Berg- als auch beim Alpkäse mussten die Juroren unter den Käsen mit der Höchstpunktzahl in einem Stechen den Sieger ermitteln. Letztendlich gaben Nuancen des Kriteriums Geschmack den Ausschlag.

Sieger bei der Alpkäse-Kategorie wurde Martin Gmeinder von der Waltners Alpe, vor Kaspar Geiger von der Alpe Kematsried in Oberjoch. Den ersten Platz in der Kategorie Bergkäse holte sich "Olympiasieger" Mathias Martin von der Alpe Ornach bei Bolsterlang. Der Senn hatte bei der Internationalen Olympiade der Käse aus den Bergen im Oktober 2007 - ebenfalls in Oberstdorf - eine Goldmedaille gewonnen. Rang zwei ging hier an Klaus Beck von der Alpe Oberberg bei Immenstadt. Gute Zeugnisse Dass sich die Jury nicht vom „äußeren Schein" blenden lassen muss, zeigt auch die Gewichtung der einzelnen Kriterien, die zur Gesamtbeurteilung herangezogen werden. Jeweils von 0 bis 5 Punkte können die Bewerter in den Kategorien Aussehen innen und außen, Geruch, Konsistenz und Geschmack vergeben - nach einem anerkannten Beurteilungsschema. Während etwa die Punkte für Äußeres nur doppelt gewichtet auf dem Konto landen, zählen die Punkte für Geschmack siebenfach. Käse sei nun einmal in erster Linie Geschmackssache, so der Tenor. Die Jury stellte der präsentierten Produktion allgemein ein gutes Zeugnis aus. Bei Bergkäse gab es 13 Mal die Auszeichnung "1. Preis", sowie sechs 2. Preise und neun 3. Preise. Für Alpkäse vergab der Alpwirtschaftliche Verein im Allgäu als Veranstalter des traditionellen Käseausstichs heuer neun 1. Preise, sieben 2. und acht 3. Preise. Als Rangordnung könne man diese Abstufung ohnehin nicht verstehen. Es sei keine Diskriminierung, stellte Peter Danks, der Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins klar. "Jeder 3.Preis ist ein hervorragender Käse." Der Wettbewerb solle motivieren, die Qualität zu fördern.

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