10 Jahre mundArt Allgäu

Die Vorstandschaft des Fördervereins mundART bei der Jubiläums-Jahresversammlung. Von links Beisitzerin Gabi Krips (Bad Hindelang), Beisitzer Werner Specht (Lindenberg), Erster Vorsitzender Simon Gehring (Durach), Schatzmeister Max Geist (Wildpoldsried), Schriftführerin Bärbel Söder (Nesselwang) und. Es fehlt Zweiter Vorsitzender Georg Ried (Blonhofen).

Allgäu – Vor genau zehn Jahren wurde der Förderverein mundArt Allgäu in Nesselwang gegründet mit den Hauptzielen, sich für gemeinnützige Zwecke und die Erhaltung und Pflege der heimischen Mundart einzusetzen, sowie die Herausgabe von Publikationen zu fördern.

In diesen zehn Jahren konnte viel umgesetzt werden. Das wurde bei der Jubiläums-Jahresversammlung mehrfach zum Ausdruck gebracht. „Wir verfolgen die Vereinsziele weiterhin mit großem Nachdruck“, so Vorsitzender Simon Gehring. „Rückblickend auf die vergangenen zehn Jahre wurden zahlreiche geplante Projekte umgesetzt, auf die wir stolz sein können“, so Gehring. Zahlreiche Mundartabende, CD- und Buchvorstellungen fanden statt. Sowohl unbekannte Talente wie auch bekannte Größen sind dabei aufgetreten.

Insgesamt acht unterschiedliche Bücher wurden in den Jahren fertiggestellt. Vom „Ostallgäuer Mundart-Lexikon“, dem „Allat d´bei – Kalenderbüchle“, dem Allgäu-Lexikon „Allgäuerlei“, dem „Feuerwehr-Versla-Buch“ bis hin zur Serie „Echt Allgäu“. Fünf DVDs gibt es in der Dokumentationsserie „Allgäuer Dialektreise“. Zahlreiche regionale Künstler von Werner Specht bis hin zu Otto Kobel und verschiedene Allgäuer Mundartautoren und Volksmusikgruppen, sind auf diesen DVDs zu sehen.

„Allgäuer Dialektfarben“ heißt die CD-Serie des Vereins, auf der mehr als 50 Allgäuer Mundartautoren mit ihren Gedichten und Versen zu hören sind. „Diese Publikationen sind Dokumente und Schätze für die Gegenwart und die Nachwelt“, so Gehring. Das Allgäuer Mundart-Forum im Rahmen der Allgäuer Festwoche zusammen mit der Allgäuer Zeitung hat schon Tradition und ist jährlich mit Allgäuer Mundartautoren besetzt.

Die drei „kleinen Allgäuer Mundart-Ratespiele mit je 100 Fragen zum Allgäuer Dialekt wurde bereits mehrfach aufgelegt. Eine sehr große Resonanz erfuhr das erste „Allgäuer Hoimat-Quartett“, dass Wissenswertes zu Einwohner, Fläche, Vereinen, Ortsteilen der 28 Oberallgäuer Städte und Gemeinden vermittelt. „Spielerisch lernen und Heimat kennenlernen“, lautet hier der Ansatz.

„Die Resonanz beim Absatz und der Zuspruch bestärken uns, dass wir mit diesen neuzeitlichen Aktivitäten und Publikationen zur Förderung und den Erhalt der Mundart auf dem richtigen Weg sind“, freute sich Gehring.

In der anschließenden Diskussion ging es darum, wie wieder mehr Dialekt in die Schulen hineingetragen werden kann. Die Anwesenden waren sich darin einig, dass dies vornehmlich nur durch die Eltern möglich sei, wenn diese auch Dialekt zu Hause sprechen würden. Von „Kindergebeten im Dialekt“ bis hin zur Umsetzung von „Haiku-Versen“ in Mundart reichte die Diskussion.

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