Nur noch Reha in Oberstaufen

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Mit einem neuen Konzept will sich die Leitung der Schlossbergklinik für die Zukunft rüsten.

Oberstaufen - Die BRK Schlossbergklinik Oberstaufen ist seit April eine reine Rehabilitationseinrichtung. Die bislang ebenfalls im Haus angesiedelte Akut-Onkologie wird als eigenständige Fachabteilung in der Rotkreuzklinik Lindenberg weitergeführt. Beide Häuser, die auch in Zukunft eng kooperieren, gehören zur Gruppe der Kliniken der Schwesternschaft München vom Bayerischen Roten Kreuz e.V.

Die Schwesternschaft hatte sich im vergangenen August zu dem Schritt entschlossen, um die Zukunft der Schlossbergklinik langfristig zu sichern. Ausschlaggebend waren fortwäh- rend hohe Verluste in den Vorjahren, nachdem die Schwesternschaft das Haus im Juli 2012 vom privaten Krankenhauskonzern Helios übernommen und damit vor der Schließung gerettet hatte.

„Wir werden weiterhin die Arbeit in der überregionalen Versorgung fortsetzen – nur mit verändertem Augenmerk“, sagt Geschäftsführer Thomas Pfeifer. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir unser Leistungsspektrum in der Rehabilitation, insbesondere im Bereich der Hämatologie, deutlich erweitert.“ Nach Angaben des Geschäftsführers liegt einer der Schwerpunkte auf der Frühnachsorge von Knochenmark- und Blutstammzelltransplantierten Patienten. Die onkologische Ambulanz der Einrichtung bleibt hingegen nach wie vor in Oberstaufen bestehen.

18 Betten aus der Schlossbergklinik sind mittlerweile in die Rotkreuzklinik Lindenberg auf die neue Station verlagert worden. 20 weitere Betten werden zeitnah zusätzlich bereitgestellt. In Oberstaufen sind damit nun 134 Betten vorhanden. Für Pfeifer steht fest: „Ab sofort können wir uns voll und ganz auf die Rehabilitanden im Haus konzentrieren.“

Doch nicht nur für die Patienten hat die Neuausrichtung Veränderungen mit sich gebracht, sondern auch für die Belegschaft. Dazu erklärt Geschäftsführerin Dr. Ruth Hoh: „26 Mitarbeiter, die bisher in der Schlossbergklinik tätig waren, sind im Zuge der Umstrukturierung in die Akut-Onkologie nach Lindenberg gewechselt. Zehn weitere Mitarbeiter konnten in der Schlossbergklinik eine neue Tätigkeit innerhalb der Rehabilitation aufnehmen. Zehn Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen.“

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