Vielfältiges Handwerk

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Der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Jürgen Schmid (von links), gratulierte den Innungssiegern Christoph Sutter, Tanja Schälter, Martina Hartmann, Stefan Mexner und Klaus Vogler zu den herausrageden Leistungen.

Allgäu – „Applaus, Applaus, für Eure Leistung, wir feiern Euch, macht weiter so.“ In Anlehnung an den aktuellen Hit der Sportfreunde Stiller, begrüßte Jürgen Schmid, Präsident der Handwerkskammer, die 57 besten Junghandwerkinnen und Junghandwerker zur Abschlussfeier des praktischen Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks 2013.

In einem spannenden Wettbewerb mussten die handwerklichen Nachwuchskräfte ihr Können im praktischen Bereich unter Beweis stellen. Die Bewertung wurde anhand von Arbeitsproben und Gesellenstücken durchgeführt. Vor über 350 Gästen nannte Schmid die Kammersiegerinnen und Kammersieger „das Beste was sich das Handwerk für die Zukunft wünschen kann.“ 

Die Liste der diesjährigen Sieger zeigt die ganze Vielfalt im schwäbischen Handwerk. In vielen Bereichen konnte der Nachwuchs brillieren. Neben Mechanikern und Metallbauern hat das schwäbische Handwerk auch in seltenen Berufen wie bei den Goldschmieden hervorragend qualifizierte Fachkräfte vorzuweisen. Insgesamt gab es 57 Kammersieger, davon 19 Frauen. An dem Wettbewerb konnten sich Nachwuchshandwerker bis zu einem Alter von 25 Jahren beteiligen. Zur Teilnahme gemeldet wurden Absolventen der Gesellen- und Abschlussprüfungen 2013, die die beste praktische Prüfungsarbeit in ihren jeweiligen Prüfungsbezirken abgelegt hatten. Während bei manchem Gewerk das zur Prüfung angefertigte Gesellenstück für den Wettbewerb bewertet wurde, mussten in anderen Berufen beispielsweise bei den Friseuren oder im Bau- und Nahrungsmittelhandwerk zusätzlich Arbeitsproben gefertigt werden. 

Der Kammersieg ist gleichzeitig die Voraussetzung, an weiteren Berufswettbewerben teilzunehmen. So sind die nächsten Ebenen der Landeswettbewerb und der Bundeswettbewerb. Präsident Jürgen Schmid zeigte sich in seiner Rede begeistert über die Spitzenreiter des Handwerks, die mit viel Fleiß, Ausdauer, Mut und Beharrlichkeit ihre Aufgaben sehr gut bewältigt hatten: „Mit ihrem Engagement haben Sie gezeigt, dass Sie für die kommenden Herausforderungen des Berufslebens gewappnet sind.“ Er forderte die Kammersiegerinnen und Kammersieger auf, konsequent ihr Interesse, ihre Flexibilität und ihre Leistungsfähigkeit einzusetzen und auszubauen, denn diese Eigenschaften seien die besonderen Merkmale des Handwerks. 

Die Weiterbildung sei dabei ein zentrales Thema: „Die Königsdisziplin im Handwerk ist ganz ohne Frage der Meisterbrief. Er ist auch der Türöffner für die Universität. Ein Hochschulstudium ist allerdings für Sie jetzt schon möglich,“ zeigte Schmid weitere Karriereschritte auf. An die Handwerksunternehmen appellierte er selbst ausgebildete Nachwuchskräfte in den Betrieben zu halten, um auch in Zukunft über hochqualifizierte Experten zu verfügen. Speziell auf dem Energie- und Umweltsektor sowie in der Faserverbundtechnologie sei dies unverzichtbar. Besonderen Dank zollte Präsident Jürgen Schmid den Ausbildern in den Unternehmen. „Hier werden gute Neigungen und Geschick erkannt und gefördert“, betonte er in seiner Ansprache. 

Vier Ausbilder wurden in diesem Jahr mit der silbernen Ehrennadel des Schwäbischen Handwerks ausgezeichnet, weil sie bereits dreimal einen Kammersieger hervorgebracht hatten. Die Listen der Kammersiegerinnen und -sieger mit Ausbildungsberuf und Ausbildungsbetrieb sowie der Ausbilder, die die silberne Ehrennadel erhalten haben, können im Internet unter www.hwk-schwaben.de abgerufen werden.

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