Kutschenmuseum in Hinterstein vorübergehend geschlossen

"Gemeinsam am Erhalt des Museums arbeiten"

Hinterstein – Für große Aufregung nicht nur in den sozialen Netzwerken sorgt derzeit die Meldung, dass das beliebte Kutschenmuseum in Hinterstein geschlossen wurde. Hintergrund sind sicherheitsrelevante Mängel in den Bereichen Brandschutz und Statik.

Das Kutschenmuseum in Hinterstein wird privat vom Sonthofer Martin Weber betrieben. Weber sammelte in den letzten drei Jahrzehnten zahlreiche Ausstellungsstücke zusammen und stellte diese im Museum aus. Das Kutschenmuseum ist weit über die Grenzen des Allgäus bekannt, der Eintritt ist frei, am Eingang hängt lediglich eine kleine Spendenbox zum Erhalt des Museums.

Ein Schreiben der Marktgemeinde Bad Hindelang informierte Weber darüber, dass die baulichen Erweiterungen nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsstandards entsprechen. So seien die Brandschutzmaßnahmen nicht ausreichend, es fehlten Notausgänge, außerdem seien Teile des Museums statisch nicht sicher.

Am Dienstag kamen nun der Museumsbetreiber, Grundstückseigentümer, Vertreter der Bauaufsichtsbehörde und der Marktgemeinde sowie Bad Hindelangs Erster Bürgermeister Adalbert Martin zu Gesprächen zusammen. Ziel der Gespräche war es, eine dauerhafte Lösung zum Erhalt des Kutschenmuseums zu finden. Laut einer Pressemeldung des Marktes Bad Hindelang vereinbarten alle Beteiligten einvernehmlich, nach einer Erfassung der Mängel ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das „letztlich auch die Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde finden soll, damit dauerhaft rechtlich geordnete Zustände erreicht werden können.“ Weber habe sich bereit erklärt, notwendige Rückbaumaßnahmen vorzunehmen und mit der Gemeinde zu kooperieren.

„Letztlich waren sich alle Beteiligten einig, gemeinsam am Erhalt des Kutschenmuseums Hindelang zu arbeiten, um dessen großartige Geschichte zu einem guten Ende zu führen”, so Bürgermeister Adalbert Martin.

Das Kutschenmuseum bleibt bis zur Umsetzung des Konzeptes geschlossen.

eva

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