Chancen nutzen

+
Die Teilnehmer des Flächenspar-Forums informierten sich bei einer Exkursion über „Sonthofer Wege“, die die Stadt mit der Konversion eingeschlagen hat.

Sonthofen – Das „4. Bayerische Flächenspar-Forum” nahm Sonthofens Stadtbaumeister Lutz Holger Behre zum Anlass, den Zuhörern den ISEK-Prozess in Sonthofen sowie die Chancen, die sich aus der Konversion für die Stadt ergeben, vorzustellen.

„Anders als in vielen anderen Städten liegen die Konversionsflächen in Sonthofen innerhalb der Stadt”, betonte Lutz Holger Behre in seinem Vortrag. Deshalb sei die städteplanerische Umsetzung eine „spannende Aufgabe”. Etwa drei Jahre habe der ISEK-Prozess in Sonthofen gedauert, länger als üblich. Jedoch sei in der Kreisstadt die Öffentlichkeit etwa durch Bürgerversammlungen stark mit in den Prozess eingebunden worden. 

Wichtig sei zudem, dass das städteplanerische Konzept für Sonthofen ein „integriertes” sei, wodurch nicht nur die Kasernenareale, sondern auch die umliegenden Flächen und die Innenstadt mit eingebunden worden sei. Anhand alter Pläne und Luftaufnahmen verdeutlichte Behre, dass Sonthofen während des 19. Jahrhunderts flächenmäßig kaum gewachsen ist; mit dem Bau der Kasernen in den 1930er Jahre hat sich das Gesicht der Gemeinde stark verändert. 

Die größte flächenmäßige Verdichtung in Sonthofen habe in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden. „Schuld” daran hätten die zahlreichen Flüchtlinge und auch das Wirtschaftswunder gehabt. Durch einen regelrechten „Bauboom” in den 1950er Jahren hätten sich unzählige städteplanerische Mißstände ergeben. Diese zu beheben sei eine der großen Chancen der Konversion – neben der Chance, Flächen zu sparen und der, die Urbanität in Sonthofen zu verbessern. Sicher sei, dass die Konversion der Stadt natürlich große Kosten verursachen werde. Allerdings müsse man auch davon ausgehen, dass die Konversionsflächen eine Wertsteigerung erfahren werden.

Eva Veit

Meistgelesene Artikel

"Kein schönes Bild, aber notwendig"

Sonthofen – Beim „Hochwasserschutz Ostrach“ arbeitet das Wasserwirtschaftswerk Kempten derzeit am letzten Bauabschnitt. Gestern wurden dafür im …
"Kein schönes Bild, aber notwendig"

Integration als großes Thema auf dem Arbeitsmarkt

Allgäu – Mit dem Wort Stabilität lassen sich die Ergebnisse des Arbeitsmarktes im Geschäftsbereich der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen im …
Integration als großes Thema auf dem Arbeitsmarkt

Drogen: Streit in Immenstadt eskaliert

Immenstadt - Am späten Dienstagabend eskalierte ein Streit unter zwei Paaren im Alter von 20 bis 30 Jahren in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses …
Drogen: Streit in Immenstadt eskaliert

Kommentare