Schulpartnerschaft der FOS Sonthofen mit Hotline Group und Allgäu Medical Service

"Schule braucht Wirtschaft. Wirtschaft braucht Schule"

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Bürgermeister Hubert Buhl (hinten von links), Sarah Spöttl von der Allgäu Medical Service GmbH, der Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben Manfred Schilder sowie Björn Ahrndt von der Hotline Group GmbH (vorne von links) und Schulleiter Dieter Friede bei der Unterzeichnung der Verträge zu den Schulpartnerschaften der FOS Sonthofen.

Sonthofen – Als „Win-Win-Situation für alle Beteiligten“ bezeichnete Schulleiter Dieter Friede bei den Vertragsunterzeichnungen die neuen Schulpartnerschaften der Fachoberschule (FOS) Sonthofen mit der Hotline Group GmbH und der Allgäu Medical Service GmbH.

Die von der IHK Schwaben unterstützten Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft sollen eine praxisnahe schulische Ausbildung bieten und den Unternehmen die Möglichkeit geben, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. 

„Ein Lernender ist durch nichts mehr zu motivieren als durch einen Meister seines Faches“, so Friede weiter. Die Schulpartnerschaften würden die positive Entwicklung der FOS in den letzten Jahren – eine Vielzahl von Projekten neben dem Schulalltag, steigende Schülerzahlen, die Einführung einer Vorklasse und der 13. Klasse – weiter verstärken. „Wichtig und gut“ sei die Kooperation, wenn auch bei Schulen im Gegensatz zu Unternehmen nicht die Gewinnmaximierung an erster Stelle stünde, sondern Werte und Prinzipien. 

Die Zusammenarbeit mit der Hotline Group, ein Sonthofer Unternehmen, das Hotelsoftware anbietet, sei in den Bereichen Wirtschaft/Verwaltung sowie Technik geplant. Mit dem Allgäu Medical Service, der sich auf den Transport von Kranken und Behinderten spezialisiert hat, wolle die FOS künftig im sozialen Zweig zusammenarbeiten. 

Die FOS Sonthofen ist die erste weiterführende Schule im südlichen Schwaben, die Schulpartnerschaften mit Unternehmen eingeht. „Das ist ein Signal für viele Schulen und Unternehmen, sich anzuschließen“, so Bürgermeister Hubert Buhl. Heutzutage müssten die Betriebe sich anstrengen, guten Nachwuchs zu finden; deshalb sei die Kooperation von Schule und Wirtschaft notwendig, um künftige Fachleute in die Betriebe zu bringen. Die Schüler hingegen könnten in Praktika erkennen, welche Talente und Voraussetzungen sie für verschiedenste Berufe benötigten. 

Ebenso wie die FOS habe auch die Stadt Sonthofen eine positive Entwicklung erlebt, hob Björn Ahrndt, Geschäftsführer bei der Hotline Group GmbH, hervor: Die Bevölkerung sei gewachsen, und nicht zuletzt die breit aufgestellte Schullandschaft in der Kreisstadt ziehe junge Familien an. Die Betriebe stünden nun in der sozialen Verantwortung, Arbeitsplätze zu schaffen. Obwohl es in Sonthofen zahlreiche innovative Unternehmen gebe, die Ausbildungsplätze und eine Chance auf Karriere bieten, verließen doch viele Jugendliche nach ihrem Schulabschluss das Allgäu. Deshalb müssten die Unternehmen verstärkt Werbung für ihr Berufsbild machen. Die Hotline Group biete den Schülern im Rahmen der Schulpartnerschaft Praktika, zudem seien Gastvorlesungen in den Bereichen IT und Tourismus angedacht. 

Die Allgäu Medical Service GmbH sei zwar ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen, betonte Geschäftsführer Wolfgang Strahl, dennoch lege das Unternehmen auch einen Fokus auf den sozialen Bereich. So engagiere sich Allgäu Medical unter anderem bei humanitären Projekten im Hilfsgütertransport. In Zusammenarbeit mit den Schülern der FOS sollen in Zukunft Hilfsgüterprojekt durchgeführt werden, das erste beginne bereits in den kommenden Wochen. 

„Schule braucht Partner. Schule braucht Wirtschaft. Wirtschaft braucht Schule“, sagte der Regionalgeschäftsführer der IHK Schwaben, Manfred Schilder, in seinem Grußwort. Nur wer in den letzten Schuljahren erkenne, ob die eigenen Talente den Anforderungen für den Traumberuf genügten, könne ein guter Mitarbeiter werden. „Gelerntes will gelebt werden“ – die Schüler profitierten von ihren Praxiserfahrungen, die Unternehmen von gut ausgebildetem Nachwuchs.

Eva Veit

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