Sonthofen: Kinderhort und Mensa in Rieden feierlich eingeweiht

Essen, Spielen und Lernen

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Landrat Anton Klotz (links) und Bürgermeister Christian Wilhelm (von rechts) freuten sich als „Bauherren“ auch über die Übergabe des Energiezertifikates und eines symbolischen Schlüssels durch Michael Gibbesch vom Architekturbüro Fischer & Gibbesch und Josef Geiger von der Geiger Unternehmensgruppe an Martina Haugg vom Verein Rockzipfel e.V.

Sonthofen – Nur ein knappes halbes Jahr dauerte es vom Hebauf für den Neubau des Kinderhortes mit Mensa an der Grundschule Rieden bis zur Fertigstellung und dem Bezug im November 2015. Vergangenen Freitag fand nun die offzielle Eröffnung des Gebäudes statt.

„Die Kinder sind zufrieden, es ist architektonisch gelungen und energetisch hochwertig“, fasste Sonthofens 1. Bürgermeister Christian Wilhelm bei der Eröffnung des neuen Kinderhortes mit Mensa an der Grundschule Rieden den Erfolg des Projektes zusammen. Er habe zu Beginn seiner Amtszeit schon etwas Bauchschmerzen gehabt, „ob wir das schaffen“, gab Wilhelm unumwunden zu. Schließlich lagen zwischen dem Beschluss im Stadtrat und dem Einzug der Kinder im neuen Kinderhort nur knapp 14 Monate. Dass der Neubau innerhalb von so kurzer Zeit von statten gehen konnte konnte nur gelingen, weil die Arbeiten alle in der Hand eines Baupartners gelegen hätten, hob Architekt Michael Gibbesch hervor.

Trotz der schlechten Haushaltslage konnte das Projekt gemeinsam von Stadt und Landkreis umgesetzt werden. Der Landkreis beteiligt sich an den Kosten, da die Mensa im Kinderhort auch von den Schülerinnen und Schülern der vom Kreis getragenen Albert-Schweitzer-Schule genutzt wird. 3,67 Millionen Euro kostete der Neubau, davon tragen die Stadt nach Abzug der Zuschüsse 1,8 Millionen, der Landkreis 519 000 Euro. 100 Hortplätze und 125 Mensaplätze stehen nun an der Grundschule Rieden zur Verfügung. Der Verein Rockzipfel e.V. ist Träger des Kinderhortes, in dem die Kinder in vier Gruppen nach der Schule und in den Ferien betreut werden. Das Essen in der Mensa wird geliefert vom MSA.

Als „zukunftsträchtige Investition“ bezeichnete Landrat Anton Klotz die Einrichtung. Für die Kinderbetreuung wolle man die „bestmöglichen Voraussetzungen“ schaffen. Der Landkreis sei im Bereich Bildung auf einem guten Weg.

Der evangelische Pfarrer Gerhard Scharrer spendete gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Pfarrer Marek Pokorski den Segen für die Einrichtung. Die Arbeits- und Familienwelt habe sich verändert, so Pokorski in seiner Predigt, Eltern müssten mehr arbeiten, auch gebe es immer mehr Alleinerziehende. Eine gute Betreuungseinrichtung sei deshalb wichtig, der Hort in Rieden ein schönes „Haus zum Spielen und Lernen“.

Auch der Leiter der Albert-Schweitzer-Schule, Eberhard Vaas, sprach über die „tolle Atmosphäre in der Mensa“, und Martina Haugg vom Verein Rockzipfel e.V. freute sich sehr über die schnelle Umsetzung des Baus und das gelungene Gebäude. Die Ausstattung und Raumaufteilung im Kinderhort sei auch nach „pädagogischen Wünschen“ des Trägers umgesetzt worden.

Einen großen Anteil an der Eröffnungsfeier hatten natürlich auch diejenigen, für die das Gebäude errichtet wurde: die Kinder. So sang der Chor der Albert-Schweitzer-Schule über das gemeinsame Essen in der Mensa, die Theaterklasse spielte „Szenen aus dem Mensa-Alltag“, die Hortkinder sangen ein Lied über „ihren“ Hort, und einige Mädchen, die den Kinderhort besuchen, führten den „Tanz der Eisköniginnen“ auf.

Eva Veit

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