Sonthofen: Bürgerbeteiligungsprozeß zur Umgestaltung des Oberallgäuer Platzes

Was wird aus dem "Herzen der Stadt"?

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Stadtbaumeister Dr. Jürgen Rauch (links) erläuterte den interessierten Zuhörern unter anderem, wie und warum der Oberallgäuer Platz zu dem wurde, was er heute ist.

Sonthofen – Was soll aus dem Oberallgäuer Platz werden? Wie soll der Verkehr rund um den Platz künftig gestaltet werden, wie das weitere Umfeld des „Herzens“ der Stadt? Die Bürger sollen bei der künftigen Gestaltung mitreden, am Samstag fand die Auftaktveranstaltung zum Bürgerbeteiligungsprozess statt.

„Wir wollen den Oberallgäuer Platz attraktiver machen, die Aufenthaltsqualität steigern“, sagte Sonthofens Stadtbaumeister Dr. Jürgen Rauch am Rande der Veranstaltung im Gespräch mit dem Kreisbote. In einem ergebnisoffenen Prozess wolle die Stadt Ideen sammeln, wie der Oberallgäuer Platz und sein Umfeld sowie die problematische Verkehrsführung im Bereich des Platzes verbessert und umgebaut werden könne. „Der Oberallgäuer Platz ist kein wirklicher Platz, aber auch kein wirklicher Park“, sprach Rauch das Problem an, dass sich kaum jemand länger auf dem Areal aufhalte. Allerdings, so Rauch weiter, müssten immer auch die Kosten für eine Umgestaltung im Blick bleiben.

Auf reges Interesse stieß die Auftaktveranstaltung am Samstag auch bei der Bürgerschaft. Jede Stunde hielten Stadtbaumeister Rauch, Architekt Werner Dehm, Landschaftsplaner Michael Voit und Verkehrsplaner Rainer Neumann Kurzvorträge, in denen sie die Geschichte und die Entwicklung des Platzes, die aktuelle Verkehrssituation und die Einbettung des Oberallgäuer Platzes in die Innenstadt beleuchteten. Für Dr. Jürgen Rauch ist der Oberallgäuer Platz der „Eingang zur Stadt“, und Architekt Werner Dehm stellte heraus, dass der Platz keineswegs isoliert, sondern vielmehr als Teil eines großen Ganzen, aus städtebaulicher Sicht betrachtet werden müsse. Landschaftsplaner Michael Voit verwies auf die Ergebnisse des ISEK-Prozesses, in dem die künftige Nutzung der bald freiwerdenden Kasernenareale in Sonthofen bearbeitet worden waren. Auch dies – vor allem die nahe gelegene Jägerkaserne – müsse bei den Planungen mit berüchsichtigt werden. In seinen einleitenden Worten hob Bürgermeister Christian Wilhelm hervor, dass auch der Marktanger, der derzeit nur bei Veranstaltungen, also an knapp 30 Tagen im Jahr, verstärkt genutzt werde, mit betrachtet werden müsse.

Nach den Vorträgen hatten die interessierten Zuhörer noch die Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Interessenten können sich weiter in einem Bauwagen über das Projekt informieren und, wenn sie wollen, auch bei der weiteren Diskussion mitwirken. Am 11. Juni wird im Haus Oberallgäu ein Workshop stattfinden, in dem die Ideen zusammengetragen und diskutiert werden. Die Ergebnisse werden dann in einer Abschlussveranstaltung am 22. Juli präsentiert.

Bürgerbeteiligung Oberallgäuer Platz

Eva Veit

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