SPD eröffnet Wahlkampf

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Das „Spitzentrio“ der Sonthofer SPD, Bürgermeisterkandidat Klaus Häger (von links), Stadträtin Steffi Blaser-Reimund und Ortsvereinsvorsitzender Dr. Gerhard Wimmer freuten sich über den gelungenen Wahlkampfauftakt.

Sonthofen - Die Sonthofer SPD eröffnete offiziell den Kommunalwahlkampf: Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Präsentation des Wahlprogramms, das Bürgermeisterkandidat Klaus Häger bei der gut besuchten Veranstaltung vorstellte.

Die SPD setze sich, so Häger, für ein sinnvolles Angebot der Ganztagsbetreuung an den Sonthofer Schulen ein. Voll berufstätigen Eltern und Alleinerziehenden helfe es wenig, wenn sie die Kinder schon um 15.30 Uhr von der Schule abholen müssten. „Das lässt sich mit einem Vollzeitjob schier nicht vereinbaren. Diese Zeiten müssen entsprechend erweitert werden“, sagte Häger. Entsprechende Angebote sollen möglichst vielen Familien zu Gute kommen und nach sozialen Kriterien vergeben werden.  

Beim Thema Verkehrssituation in Sonthofen ging er unter anderem auf das Radwegenetz Sonthofens ein. „Stellt euch mal vor, ihr wollt von der Marienbrücke her kommend in die Stadt, allein schon der Weg bis zur Brüchle-Kreuzung ist nicht tragbar. Wenn man dann aber von Binswangen über die Hindelanger Straße in die Innenstadt fährt, dann endet der Radweg genau an der engsten Stelle im Nichts!“ Das komme schon einem Schildbürgerstreich gleich. „Hier muss etwas getan werden.“ Es fehle an Verbindungsrouten durch die Stadt und die Anbindung an das überörtliche Radwegenetz. 

Zum „Mammut-Thema Konversion“ sagte Häger: Man dürfe in der Stadtentwicklung nicht stehen bleiben. „Wenn wir mit allem auf die frei werdenden Bundeswehrflächen warten, dann verpassen wir den Anschluss.“ Rede man mit den Angehörigen der Bundeswehr, dann gingen diese von einem wesentlich späteren Umzug der Kasernen aus, als so mancher Politiker in Berlin. Und Sonthofen könne sich bei der städtischen Entwicklung keinen Stillstand leisten, weder in Bezug auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, noch im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Form von neuen Gewerbegebieten. Man sei sich der angespannten Haushaltslage durchaus bewusst. 

Und die Konsolidierung der Finanzsiuation habe vorderste Priorität. „Jeder politisch Verantwortliche, ob Bürgermeister oder Stadtrat, muss mit den Steuergeldern genauso vorsichtig umgehen, wie mit seinem privaten Geldbeutel“, appellierte Häger. Man werde aber keine Pflichtaufgaben der Stadt vernachlässigen, was den Gestaltungsspielraum für die Zukunft deutlich einschränke. SPD-Ortsvorsitzender Dr. Gerhard Wimmer stellte den Sonthofern einige der Stadtratskandidatinnen und –kandidaten der Sozialdemokraten vor und konnte am Rande der Versammlung auch zwei neue Mitglieder begrüßen.

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