Kreisbote spendet an Kinderhospiz St. Nikolaus

Ein Haus voller Leben

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Brigitte Waltl-Jensen (rechts) freute sich über den Spendenscheck für das Kinderhospiz St. Nikolaus, den Kreisbote-Mitarbeiterin Andrea Oesterle ihr übergab.

Sonthofen – Ein Jahr lang hat niemand bei m „Kreisbote 4 aus 49“ richtig getippt. Deshalb spendet der Kreisbote nun den Jackpot an verschiedene gemeinnützige Organisationen. Nach dem Verein „Schaut hin!“ konnte sich nun das Kinderhospiz St. Nikolaus über einen Scheck in Höhe von 1 500 Euro freuen.

„Ich freue mich riesig!“, sagte Brigitte Waltl-Jensen bei der Spendenübergabe vergangene Woche in der Kreisbote-Geschäftsstelle in Sonthofen. Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach begleitet Kinder mit unheilbaren oder lebensverkürzenden Krankheiten und ihre Familien ab dem Moment der Diagnosestellung. Die Kosten für die Unterbringung der erkrankten Kinder werden von den Krankenkassen übernommen, jene für ihre Eltern und Geschwister müssen über Spenden finanziert werden.

Anders als in einem Erwachsenenhospiz verbringen kranke Kinder nicht nur ihre letzte Zeit im Kinderhospiz. Das Kinderhospiz St. Nikolaus bietet den Familien eine Anlauf- und Erholungsstätte während der gesamten Krankheits-, Sterbe- und Trauerphase an. In Krisensituationen können die Familien innerhalb von 24 Stunden nach St. Nikolaus kommen. Die erkrankten Kinder werden nach Absprache mit den Eltern betreut, Eltern und Geschwister können sich Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Familien nehmen.

Schließlich ist die Situation von Familien mit unheilbar kranken Kindern oftmals geprägt von Anspannung, Ängsten und auch Konflikten. Die Betreuung der Kinder bringt Eltern oft an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit, sind sie doch Tag und Nacht für ihre Kinder im Einsatz. Private und berufliche Ziele müssen oftmals umgeworfen werden, das Leben der gesamten Familie ändert sich. Auch die Geschwister leiden unter der Situation, erfahren sie doch oft weniger Aufmerksamkeit und laufen Gefahr, psychosomatische Symptome zu entwickeln. Nicht zuletzt wird auch die Partnerschaft der Eltern extrem belastet.

Im geschützten Raum des Kinderhospizes können sich die Familien mit anderen austauschen. Die kranken Kinder bekommen hier Therapien – sei es bei der Physiotherapie, im Bewegungsbad oder bei der Musiktherapie. Der Fokus liegt jedoch auf der ganzen Familie, das Haus steht allen betroffenen Familien offen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit. Das Kinderhospiz St. Nikolaus in Grönenbach ist das einzige seiner Art im süddeutschen Raum.

eva

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