Spitzensport zum Ausklang

Oberstdorf wappnet sich für den Ansturm der Fans: Wenn am 28. Und 29. Dezember wieder über 30000 Besucher zum Auftaktspringen der Jack Wolfskin Vierschanzentournee strömen, präsentiert sich der beliebte Ferienort von seiner besten Seite. „Wir sind bestens gerichtet und geben selbstverständlich der Deutschen Mannschaft die Gelegenheit, kurz vor der Tournee auf der Großschanze noch ein Training zu absolvieren“, sagt Stefan Huber, Geschäftsführer der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär beim Tourneeauftakt in Oberstdorf.

Bereits Anfang Dezember konnte das Team um Rennleiter Ralf Schmid mit der Schanzenpräparierung beginnen. „Jetzt gibt es nur noch Feintuning, zum Beispiel an der Anlaufspur“, so Schmid. Die Vorbereitungen auf den Tourneestart in Oberstdorf laufen auf Hochtouren. „Das Interesse von allen Seiten ist riesig. Der Kartenvorverkauf läuft gut, das Medieninteresse ist hervorragend, und auch das Fernsehen überträgt so viel Vierschanzentournee wie schon lange nicht mehr“, freut sich Huber. Neben dem so genannten Host-Broadcaster ZDF wird unter anderem auch Eurosport live in Deutschland von der Tournee berichten. „Das gab es schon lange nicht mehr“, sagt Stefan Huber. Das Zweite Deutsche Fernsehen wird in diesem Jahr mit insgesamt 28 Kameras den Schattenberg in Beschlag nehmen. Als ZDF-Experte ist wieder der ehemalige Skisprung-Olympiasieger und Weltmeister Jens Weißflog im Einsatz, der die Tournee viermal gewann und mit seinen Analysen seit über zehn Jahren die ZDF-Übertragungen von Welt-cup- und Olympischen Skispringen bereichert. Dem Oberwiesenthaler wurde in diesem Jahr eine besondere Ehre zuteil: Dererfolgreichste deutsche Ski-springer ist offizieller Ehrengast der Vierschanzentournee 2008/2009. Auch der Allgäuer Skispringer Georg Späth steht dem Fernsehteam des ZDF als Co-Kommentator zur Verfügung. Der Oberstdorfer Lokalmatador kann leider nicht am Wettkampf teilnehmen, weil er sich im Herbst einen Kreuzbandriss zuzog. „Georg ist aber live dabei und wird auch unsere Stadionmoderatoren Helmer Litzke und Jens Zimmermann als Co-Kommentator aktiv unterstützen“, so Huber. Sportlich wird’s ungemein spannend. Im Jahr eins nach Janne Ahonen zählen neben dem derzeit im Weltcup klar führenden Schweizer Simon Ammann natürlich auch die österreichischen Adler wie Gregor Schlierenzauer oder Thomas Morgenstern zu den Favoriten. „Aus deutscher Sicht ist natürlich interessant, inwieweit Martin Schmitt den Kick aus Pragelato mit nach Oberstdorf nehmen kann. Oberstdorf ist ja eine seiner liebsten Schanzen“, sagt Ingo Jensen, Pressechef der Vierschanzentournee. Martin Schmitt, viermaliger Weltmeister und Olympiasieger mit dem deutschen Team, sprang auf der Olympiaschanze in Italien erstmals wieder seit langem auf Rang vier eines Weltcups. Zu seiner erfolgreichsten Zeit hatte Schmitt das Auftaktspringen der Tournee in Oberstdorf von 1998 an dreimal hintereinander gewonnen. „Generell scheinen die deutschen Athleten gerade rechtzeitig zur Tournee wieder in Form zu kommen. Der Umschwung, der mit dem neuen Trainer Werner Schuster kam, hat sich positiv ausgewirkt“, freut sich auch Josef Geiger, Vorsitzender des Skiclubs Oberstdorf. Für den deutschen Bundestrainer ist das Auftaktspringen der Tournee in Oberstdorf übrigens ein Heimspiel. Der 39-jährige stammt aus dem Kleinwalsertal. Karten für das Auftaktspringen der Tournee können bequem über den print@home-Ticketservice der Vierschanzentournee unter (www.4schanzentournee.com) oder unter www.arena-ticket-allgaeu.debestellt werden. Programm: Oberstdorf, WM Skisprung-Arena (HillSize 137) Sonntag, 28. Dezember: 14.30 Uhr Offizielles Training 16.30 Uhr Qualifikation Montag, 29. Dezember 15 Uhr Probedurchgang 16.30 Uhr 1. Wertungsdurchgang anschließend Finale und Siegerehrung.

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