Allgäuer Feuerwehrtage: Sulzberger Champions von Mädchen-Team abgelöst

Feuerwehr-Mädchen holen den Titel

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Der Jubel über den Gesamtsieg und eine atemberaubende Canyoningtour kannte keine Grenzen, als Thomas Waibel von „purelements“ (von rechts) den heißen Preis an das Team Friesenried 2 mit Luisa Wetzler, Marina Greif, Melanie Franz und Nora Brunold übergab.

Füssen – Premiere in Füssen: Die 10 Allgäuer Feuerwehrtage gingen im Sport-Markt in Füssen über die Bühne – und endeten mit einer faustdicken Überraschung. Die Abo-Sieger aus Sulzberg mussten sich diesmal mit Platzierungen zufrieden geben. Sieger wurde – quasi im Heimspiel – die Mannschaft Friesenried 2, eine Ostallgäuer Mädchen-Truppe.

Angetreten waren zu den 10. Allgäuer Feuerwehrtagen im Sport-Markt in Füssen 27 Teams der Ober- und Ostallgäuer Jugendfeuerwehren. Allein der Sulzberger Feuerwehr-Nachwuchs reiste mit sechs Vierer-Mannschaften an – und war optimistisch, auch heuer den Spitzenplatz zu erobern und den tollen Hauptgewinn – eine Canyoningtour im Tessin – nach Hause zu bringen. Doch dann kam es anders.

Nach der spannenden Vorrunde hatten die Sulzberger drei ihrer sechs Mannschaften in die Endrunde gebracht, in der die acht besten Teams um die Top-Platzierungen kämpfen. Doch in das „Endspiel“ schafften es schließlich die ­Mixed-Mannschaft Hochgreut 1 und das Mädchen-Team Friesenried 2. Dann drehten beide Teams noch einmal richtig auf nach den kräfteraubenden Qualifikationsrunden: Hochgreut 1 war zwar einen Wimpernschlag schneller im Ziel, doch die Mädchen aus Friesenried schnitten in der Endabrechnung – kombiniert aus Zeit, Alterszuschlag und Fehlerpunkten – besser ab. „Ich hab doch noch mal am Knoten gezogen – vielleicht am falschen Strick...”,meinte eine junge Feuerwehrlerin aus dem Hochgreut-Team noch ganz außer Atem nach dem spannenden Kampf um den Hauptpreis.

Für die Mädchen im Team Friesenried 2 geht es im Sommer jetzt zur Canyoningtour mit „pourelements“, einem renommierten Allgäuer Outdoor-Veranstalter, ins Tessin. Stolz auf die Leistung „seiner Truppe“ war nicht zuletzt der Ostallgäuer Kreisbrandrat Markus Barnsteiner. „Allen Respekt. Tolle Wettkampfzeiten, wenn man bedenkt, dass die Teams vielfach deutlich unter der 50-Sekunden-Marke blieben.” Man habe gesehen, dass alle Mannschaften hochmotiviert in die Wettkämpfe gegangen seien und doch viel Spaß bei den Aufgaben hatten. „Da muss einem um den Feuerwehrnachwuchs nicht bange sein.“ Ganz ähnlich sieht das auch sein Oberallgäuer Kollege, Kreisbrandrat Herbert Seger. „Alle Teilnehmer können sich als Sieger fühlen. Die Ergebnisse spiegeln eine tolle Leistunsgdichte wieder.“ Im Landkreis Ostallgäu gibt es 43 Jugendfeuerwehren mit 360 Jugendlichen, im Oberallgäu sind es 52 mit rund 460 Mitgliedern.

Ganz besonders über den Erfolg der Mixed- und Mädchenteams freute sich Hauptsponsor und seit zehn Jahren Ausrichter der Allgäuer Feierwehrtage, Franz Schratt. „Sechs Mädchen im Finale!“, staunte Schratt. Das komme genau der aktuellen Image-Kampagne der Feuerwehren entgegen, die weiteren weiblichen Nachwuchs für die Feuerwehren gewinnen wollen. Und weil es unterm Strich vier Mädchenteams waren, die heuer ins Rennen gegangen seien, lud Schratt als Sonderpreis alle Teilnehmerinnen der 10. Allgäuer Feuerwehrtage zu einer gemeinsamen Canyoningtour ein. „Das schaffen wir“, meinte Schratt mit Blick auf die Organisation, die der doch etwas größere Ausflug bedingen würde.

Neben dem Wettbewerb der Ober- und Ostallgäuer Jugendfeuerwehren gab es im Sport-Markt in Füssen ein kurzweiligen Rahmenprogramm für die ganz kleinen „Feuerwehrler von morgen”, interessante Vorführungen – und natürlich wieder „brandheiße“ Sonderrabatte für Feuerwehrangehörige und attraktive Sonderangebote für alle.

Allgäuer Feuerwehrtage in Füssen

gts

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