Ganz neu: das Allgäu-Diplom

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Über den Start des Leader-Projektes „Heimatakademie Allgäu“ freuen sich Gerlinde Hagelmüller (von links), stellvertretende Vorsitzende Heimatbund Allgäu, Ethelbert Babl, Leader-Manager am AELF Kempten, Karl Stiefenhofer, Vorsitzender Heimatbund Allgäu, Dr. Alois Kling, Leiter AELF Kempten und Heribert Kammel, Vorsitzender LAG Regionalentwicklung Oberallgäu.

Oberallgäu – Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten, allgäuweit für die Beratung und Bewilligung von Leader-Projekten zuständig, hat grünes Licht für den Start der Allgäuer Heimatakademie gegeben. Leader ist ein Programm der Europäischen Union zur Entwicklung des ländlichen Raumes.

In seiner wechselvollen Geschichte hat das Allgäu als Region zwischen Bayern und Württemberg eine ausgeprägte Identifikation entwickelt, die sich unter anderem im eigenen Dialekt, im Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen und in der Pflege gemeinsamer Wurzeln ausdrückt. Der Heimatbund Allgäu e.V., die Dachorganisation von 35 Heimatvereinen im Allgäu mit insgesamt rund 8.000 Mitgliedern, plant, eine Allgäuer Heimatakademie zu gründen. Mit dieser Akademie soll „Heimat-Wissen“ an interessierte Menschen vermittelt werden, das zum großen „Allgäu-Diplom“ führen kann. 

Zielgruppen dieser Fortbildungsangebote sind neben Privatpersonen unter anderem Nachwuchskräfte für die Aufgabe als Heimatpfleger, ortsfremde Lehrkräfte, Mitarbeiter von Tourist-Informationen, Kommunalpolitiker sowie Verbände und Jugendvertreter. Die Allgäuer Heimat-Akademie stellt kein ortsgebundenes Institut mit eigenen Räumlichkeiten dar, sondern versteht sich als ein Netzwerk von Referenten und Bildungsangeboten. Vorträge, Kurse, Seminare und Studienfahrten werden in allen Teilregionen des Allgäus angeboten und dort lokalisiert, wo die größte Nachfrage besteht. Dabei reicht die Themenpalette von der Heimatgeschichte über das Brauchtum bis zur Allgäuer Flora und Fauna. 

Das Projekt erfüllt die strengen Kriterien für eine Leader-Förderung, so der Leiter des Landwirtschaftamtes in Kempten, Dr. Alois Kling: „Besonders hervorzuheben ist, dass die vier Allgäuer Leader-Regionen an diesem Kooperationsprojekt beteiligen“, so Kling. Alle Menschen im Allgäu erhalten damit die Möglichkeit, sich ein breites Wissen um ihre Heimat Allgäu anzueignen. Laut Dr. Kling sind für Projektmanagement und Qualifizierung Kosten in Höhe von 108.000 Euro veranschlagt. Dafür stehen ab sofort Fördergelder in Höhe von 58.400 Euro aus dem Leader-Programm der Europäischen Union zur Verfügung. Leader-Manager Ethelbert Babl vom AELF Kempten betont, dass die Heimatakademie Allgäu in engem Zusammenhang zu den bereits laufenden Leader-Projekten „Qualifizierung von Gästeführern“, „Oberallgäuer Heimatbuch“ und „Marke Allgäu“ steht. „Das Projekt hat großes Potential, den Menschen die Traditionen und Bräuche ihrer Heimat wieder näher zu bringen. So werden Multiplikatoren ausgebildet, die an Kinder und Jugendliche oder an Gäste aber auch als Ortsheimatpfleger dieses Wissen weitergeben können“, meint Bürgermeister Heribert Kammel, Vorsitzender der Leader Aktionsgruppe Regionalentwicklung Oberallgäu. Deshalb haben auch alle Entscheidungsgremien der vier Allgäuer LAGs diesem Projekt zugestimmt.

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