Tage der Entscheidung

Torben Olsen (links), Geschäfsführer Arla Foods GmbH Deutschland, und Paul E. Ritter, Geschäftsführer der Allgäuland-Käsereien GmbH. Foto: Allgäuland Käsereien GmbH

Die Milcherzeuger der Allgäuland-Käse­reien haben es nun in der Hand: Auf sechs Ge­neral­versammlungen in ihren Genossenschaften entscheiden sie in dieser Woche darüber, ob sie dem Über­nahme­angebot von Arla Foods zustimmen. In der vergangenen Woche wurden die Eckdaten dazu auf Informationsver­sammlungen vorge­stellt. Die Resonanz war weitestgehend positiv. Für die Mehrheit der Landwirte steht vor allem die Absi­cherung ihrer wirtschaftlichen Zukunft im Vordergrund.

Mit den ausgehan­delten Verträgen kann nun eine neue Ära beginnen: Zum einen, weil den Verträgen ein gesicherter und wett­bewerbs­fähiger Milchpreis zu­grunde liegt. „Zum anderen gewähr­leisten die finanzielle Kraft und die Marktposition von Arla Foods mehr Effizienz bei der Herstellung und der Ver­marktung der Produkte“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Allgäuland Käsereien. „Die Vertreter der Allgäuland-Käsereien freuen sich, dass sie den Milcher­zeu­gern mit den erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen diesen Weg eröffnen konnten“, heißt es in der Stellungnahme weiter. In den ersten Monaten dieses Jahres habe man konzentriert an einer Stand-alone Lösung gearbeitet, die auf eine weitestgehende Eigenständigkeit des Unternehmens abzielte. Dann, Anfang Mai, hätten sich die Vorzei­chen geändert: Wäh­rend die Genossenschaftsmitglieder in Versammlungen bereits über die Struk­tur des „Neuen Allgäuland” informiert wurden, ging das Über­nahmeangebot von Arla Foods ein. Nachdem auch die Banken ein positives Signal gaben, konnten die Weichen für eine Übernahme gestellt werden. „Mit Arla Foods als finanzstar­kem Unternehmen ist nun die Zukunft gesichert“, zeigte sich die Geschäftsführung erleichtert über die Weichenstellung. Arla Foods wole gemeinsam mit seinen Milchlieferanten wachsen – in Europa und in Deutschland. Dazu sei eine jährliche Milchmenge von über 250 Millionen Kilogramm notwendig. Um den Allgäuland-Bauern Sicherheit zu geben, entwar­fen die Unter­nehmen zusätzlich zum Milchliefervertrag eine Milchpartnerver­ein­barung. Mit der Unterzeichnung dieser Vereinbarung stim­men die Milcher­zeu­ger zu, ihre Milch auch dann an Arla Foods zu liefern, wenn sich innerhalb ihrer Genossenschaft etwas ändern sollte. Auf den Generalver­sammlungen sind die Milcherzeuger zudem aufgerufen, dem Verkauf der Anteile der GmbH zuzu­stim­men (75 Prozent Mehrheit erforderlich). Darüber hinaus stimmen sie über die Jahres­ergebnisse 2010 ab. Die Unterzeichnung des neu­en Milchliefervertrags erfolgte bereits in der vergangenen Woche durch die Vorstände der Genossenschaften. Diese haben die Inhalte wie Er­mittlung des Milchpreises und der Aufschläge, die Milchabnahme, die Vertrags­laufzeit und die Kündigungsfristen einstimmig ak­zeptiert. Am Montag fand die erste Generalversamm­lung in einer der sechs Genossenschaften der Allgäuland-Käsereien statt: Die Mitglieder der Milchwerk Donau-Alb eG haben in Riedlingen dem Verkauf der Anteile an der Allgäuland-Käsereien GmbH und der AL Dienstleistungs-GmbH mit überwältigender Mehrheit zugestimmt. Damit haben die Milcherzeuger die­ser Genossenschaft die Voraussetzungen für eine Übernahme durch die Arla Foods GmbH geschaffen.

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