Sonthofen: Grundsteinlegung für Um- und Erweiterungsbau in der "Burg"

Baustelle voller Gegensätze

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Schulkommandeur Oberst Klaus Werner Schiff (links) und Hauptmann Thomas Groß verschlossen die Kassette für den Grundstein zum Erweiterungsbau in der GOB.

Sonthofen – Es geht voran mit den Bauarbeiten in der Generaloberst Beck-Kaserne in Sonthofen. Jetzt wurde die Planungsphase offiziell abgeschlossen und mit einer symbolischen Grundsteinlegung der Startschuss für die Umbau- und Erweiterungsarbeiten auf der „Burg“ gegeben. Mit einem Festakt im (alten) Speisesaal der Kaserne wurde an „60 Jahre Innere Führung“ und 60 Jahre Nutzung der ehgemaligen NS-Ordensburg als Kaserne durch die Bundeswehr erinnert.

Eine gewisse Erleichterung war Baudirektorin Cornelia Bodenstab vom Staatlichen Bauamt in Kempten schon anzumerken, als sie bei der Grundsteinlegung die Phase der Planung für beendet erklärte. Neben dem Richtfest sei eine Grundssteinlegung eine wichtige Landmarke für eine Baumaßnahme. Die Planung sei abgeschlossen, es gehe an die Realisierung. „Änderungen sind jetzt nicht mehr nur auf dem Papier möglich.“ Man habe „klug und sorgfältig geplant“, auch wenn das mitunter einen langen Atem gebraucht habe. „Heute wird es nicht mehr in Frage gestellt.“

Die „Ordensburg“ war Mitte der 1930er Jahre im Stil der NS-Architektur gebaut worden – großzügig in ihren Dimensionen und spartanisch in ihrer Ausstattung. „Gegensätzlicher könnte das Neue, das hier entsteht nicht sein“, betonte Cornelia Bodenstab. Während früher bis zu 16 Mann auf einer Stube untergebracht worden seien, schaffe die Bundeswehr hier zeitgemäße Unterkünfte und stelle die Weichen für eine sinnvolle Weiternutzung der Kaserne. Die bisherigen Arbeiten hätten ihren Schwerpunkt auf der Vorbereitung der weiteren Maßnahmen gehabt, unter anderem umfangreiche Sanierungen, Beseitigung von Altlasten, Neubau einer Heizanlage, zieht Cornelia Bodenstab eine Zwischenbilanz. Das Brandschutzzentrum ist bereits vor längerem auf der „Burg“ eingezogen. „Alle Voraussetzungen für einen weiteren zügigen Ablauf sind erfüllt.“ Sie freue sich schon auf ein baldiges erstes Richtfest, so die Baudirektorin optimistisch.

Mit Blick auf die lange Vorgeschichte einer Weiternutzung der „Burg“ durch die Bundeswehr konnte sich Staatsminister Dr. Marcel Huber den Hinweis nicht verkneifen, dass er auf einen zügigen Fortgang der Bauarbeiten hoffe, auch wenn die Pläne soeben in der Grundsteinkasette „da unten eingebaut“ worden seien. Was in Sonthofen geschehe, sei beispielhaft für die Zukunftsfähigkeit der Bundeswehr. Ihrer neuen Rolle könne die Bundeswehr nur gerecht werden mit bester Ausbildung und bester Ausrüstung, so Huber. Der Freistaat Bayern und die Bevölkerung stünden zur Bundeswehr, die „anerkannt und akzeptiert“ werde, das spüre man allerorten. Er, Huber, hoffe, dass die neue Schule die Geschichte des Erfolgsmodelles Bundeswehr fortschreibe.

Josef Gutsmiedl

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