UOL zieht zum 25-jährigen Bestehen positive Bilanz

"Immer rührig sein"

Bei den Ehrungen gratulierte die Vorstandschaft Gründungsmitglied Hans Kreittner und den ersten Listenkandidaten von 1990, Günter Nobis, sowie Engelbert Huber. Blumen und Wein erhielten zu Ihren runden Geburtstagen Gaby Fritz und Dieter Klotz.

Oberstdorf – Ihr 25-Jähriges Vereinsjubiläum feierte kürzlich die „Unabhängige Oberstdorfer Liste“ (UOL). Vorsitzender Josef Dornach entführte die Gäste in die spannende Gründungsgeschichte der UOL.

Viele Vereinsmitglieder, politische Weggefährten und Freunde der Oberstdorfer Wählervereinigung waren gekommen um zu gratulieren, darunter der ehemalige Bürgermeister Edi Geyer sowie Dritter Bürgermeister Gerhard Schmid. Besonders freute sich die amtierende Vorstandschaft über Gründungs- und Ehrenmitglied Hans Kreittner sowie die anwesenden Kandidaten der ersten Wahlliste von 1990, Engelbert Huber und Günter Nobis.

Vorsitzender Josef Dornach stimmte die Gäste mit einem Rückblick der Vereinsentstehung auf den Abend ein und erläuterte, weshalb sich die Gründungsmitglieder von deren damaligen Partei abgespalten haben: Bei der Nominierungsversammlung der CSU im Jahre 1990 sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Einige Mandatsträger seien ohne ihr Wissen einfach nicht mehr aufgestellt worden. „Doch lamentieren und Beschwerdeführen war nicht das Naturell unserer Gründungsväter“, so der Vorsitzende in seiner Ansprache.

„Die verstoßenen CSU-Mitglieder brachen auf, sammelten Stimmen und Unterstützer und hielten bereits am 26. Januar, also nur zwei Tage nach den Zerwürfnissen, ihre Gründerversammlung ab.“ Die Geburtsstunde der UOL. Wiederum zwei Tage später wurde die eigene Nominierungsversammlung abgehalten. Damals zogen mit einer überragenden Stimmenmehrheit gleich vier Kandidaten der Liste ins Oberstdorfer Rathaus ein. Dr. Günther Meßenzehl, Hans Kreittner, Franz Brutscher und Otto-Mäx Fischer bildeten die erste UOL-Fraktion im Rat. Seither ist die UOL immer als drittstärkste Fraktion im Gemeinderat vertreten.

Dornach zog abschließend Resümee: „Die Protagonisten der damaligen Auseinandersetzungen sind heute nicht mehr politisch tätig. Nach über 25 Jahren haben die Akteure gewechselt, haben sich die Interessen verlagert und die Aufgaben geändert. Ein triftiger Grund, die alten Geschichten nicht neu zu bewerten und nicht unnötig aufzuwühlen.“ Vielmehr sollten Meinungsverschiedenheiten und unterschiedliche Interessen der Parteien heute von einem respektvollen Umgangmiteinander geprägt sein. Der kommunalpolitische Alltag sei heute bestimmt von verwaltungstechnischen Vorgaben, von zahlreichen Richtlinien und Gesetzen und als Gemeinderat fühle man sich teilweise von der Bürokratie gelähmt und eingeengt.

„Daher ist es für uns wichtig immer wieder daran zurückzudenken wie die UOL entstanden ist“, sagte Dornach. Hierbei seien jedoch nicht die Zerwürfnisse der Parteien herauszuheben. „Vielmehr müssen wir daran erinnern, dass man rührig sein muss, dass man nicht alles,was einem versucht wird von oben aufzusetzen, hinnehmen muss und dass wir es den Gründern der UOL schuldig sind, unsere Mandate bestmöglich einzusetzen - und wenn es keinen Ausweg zu geben scheint, nicht aufzugeben sondern sich zu trauen, neue Wege zu gehen. So wie unsere Gründungsväter auch!“

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