"Und wer isch die Nui?!

Die neue Kreisbäuerin, Monika Mayr, will mit ihren Vorstandkolleginnen weiter engagierte Arbeit für die Landfrauen und die bäuerliche Landwirtschaft in der Region leisten. Foto: Josef Gutsmiedl

Anlässlich des jüngsten Oberallgäuer Landfrauentages in Immenstadt-Stein übergab die langjährige Kreisbäuerin Ulrike Müller das Amt an Monika Mayr aus Krugzell. In ihrer „Antrittsrede“ versicherte „die Nui“, dass sie die Landfrauenarbeit engagiert weiter führen werde, ohne „alles über den Haufen zu werfen“.

„Gute Landfrauenarbeit ist das, was wir daraus machen“, brachte Monika Mayr die Zielrichtung auf den Punkt. Dem Motto „Gemeinsam für eine lebenswerte Zukunft...in der Landwirtschaft“ fühle sie sich wie die gesamte Vorstandschaft der Oberallgäuer Landfrauen verpflichtet. „Riesengroße Fußstapfen“ habe Ulrike Müller mit ihrer Mannschaft hinterlassen, würdigte „die Nui“ die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgängerin. „Gefühlte Größe 45.“ Aber Ulrike Müller habe ja auch nicht bei 45 angefangen, tröstete sie sich. Schritt für Schritt werde sie reinwachsen und das neue Team werde zusammenwachsen. Manches werde man ausbauen, anderes neu machen, „aber nicht alles über den Haufen werfen“. Die Spitze der Oberallgäuer Landfrauengruppe im Kreisverband des Bayerischen Bauernverbandes kennt die 47-jährige Bäuerin bereits: sie hat als berufenes Mitglied der Vorstandschaft in den vergangenen vier Jahren vor allem die Öffentlichkeitsarbeit betreut und dabei „brutal viel gelernt“. „Wer isch die Nui?“ Monika Mayr ist keine „geboren Bäuerin“, sondern eine „berufene“. Als „Stadtkind wuchs sie in Sichtweite des Spitalhofes auf und habe immer rmal „eine Prise Stallluft“ nach Hause gebracht. Später zogen die Eltern nach Durach - auch hier fand Monika schnell den Weg zum nächsten Bauernhof, wo sie ihre „bäuerlichen Gene“ in den Kuhstall führten. Beruflich ging es zunächst in eine andere Richtung. Doch der „bäuerliche rote Faden“, so Monika Mayr, habe die gelernte Erzieherin auf eine Sennalpe in Graubünden verschlagen. „Das war die Initialzündung.“ Der „Härtetest“ schreckte die junge Oberallgäuerin nicht ab, es folgten weitere Praktika, bevor sie dann fünf Jahre bei der Lebenshilfe arbeitete. Die Sehnsucht nach Stallluft sei geblieben. Dann klappte es doch - Monika fand „ihren Bauern“ und bewirtschaftet heute mit ihrem Mann und drei Töchtern einen 35-Hektar-Milchviehbetrieb in Krugzell. „Mir hätte nichts Besseres passieren können“, so die Bilanz der neuen Kreisbäuerin. Die Bedeutung der Landfrauenarbeit unterstrich auch der Stellvertretende Oberallgäuer Landrat, Anton Klotz. Angesichts sich der sich ändernden Strukturen im ländlichen Bereich brauche man Stabilität. „Sie sind ein wesentlicher Faktor dabei.“ Gerade die Frauen auf den Dörfern engagierten sich über die Betriebe hinaus, seien treibende Kraft in Brauchtum, Vereinen und Organisationen. Klotz würdigte die langjährige Arbeit der scheidenden Kreisbäuerin. Ulrike Müller habe als Kreisbäuerin viel für die bäuerliche Landwirtschaft im Oberallgäu geleiste und viel erreicht. „Vergelt’s Gott!“ Er sei zuversichtlich, das die gute Arbeit von der neuen Vorstandschaft fortgesetzt werde.

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