Kur AG schießt zurück

+
Pläne für eine Modernisierung im Skigebiet Söllereck gibt es offenbar schon. Die Bergbahn will den Anschluss an die Wettbewerber nicht verlieren.

Oberstdorf - Die massiven Vorwürfe, die die „Allianz für Oberstdorf / FDP“ vor Kurzem in einer Presseerklärung erhob, will die Führung der Kur AG nicht stehen lassen. Diejenigen, die im Eifer des Kommunalwahlkampfes heftig über etwaige Versäumnisse wetterten, seien selbst Mitglieder der Entscheidungsgremien gewesen oder hätten als Gemeinderäte Einfluss nehmen können. „Verschlafen“ habe man bei der Kur AG nichts.

Kur AG-Chef Josef Moser: „Die KurAG verwahrt sich dagegen, zum Spielball von politischen Gruppierungen zu werden. Es muss im Sinne aller Volkvertreter sein, den Familienberg Söllereck für alle Bürger und als touristische Destination wettbewerbsfähig zu erhalten und weiter zu entwickeln.“ In diesem Sinne baue man auf die Unterstützung der gesamten Bevölkerung sowie aller politischen Kräfte und danke für deren Vertrauen. 

Die in den Medien wieder gegebenen Aussagen des Stellvertetenden Aufsichtsratsvorsitzende der Kur AG und Kreisrat Walter Renn entbehrten jeder Grundlage. So hatte Renn (in der Berichterstattung des Kreisbote) etwa behauptet: „Die Anlagen der Höllwies-, Schrattenwang- und Ochsenhöfle-Lifte sind hoffnungslos veraltet, die technische Beschneiung unvollständig und die Söllereckbahn auch schon wieder in die Jahre gekommen. Seit Jahren bemühen sich die Vorstände um die Erneuerung der Anlagen. Dazu haben gerade in jüngster Zeit mehrere Termine, Begehungen und Gespräche mit dem Landrat und anderen Behördenvertretern stattgefunden. Nur der Bürgermeister war nicht dabei.“ 

Diese Thematik wurde im Aufsichtsrat besprochen. Walter Renn hat sich für diese Aussage entschuldigt. Josef Moser, der Vorstand der Kur AG stellt klar, dass am Söllereck selbstredend „sämtliche Anlagen in ausgesprochen gutem, betriebssicheren Zustand seien und alle gesetzlichen und sicherheitstechnischen Anforderungen“ erfüllten. Der Familienberg Söllereck halte sowohl für Familien als auch für anspruchsvollere Skifahrer ein interessantes und vielseitiges Angebot vor; die guten Pistenverhältnisse sprächen für sich. „Bekanntlich ist das Söllereck eines der beliebtesten und wichtigsten Familienskigebiete im Allgäu und die Skipisten am Höllwies zählen gar zu den attraktivsten Abfahrten“, sagt Moser weiter. 

„Wettbewerbsgebiete haben allerdings bereits diverse Neuerungen vorgenommen, somit sehen wir unseren Auftrag nicht nur in einer Geschäftsführung mit positivem Ergebnis sondern auch in der Sicherung und im Ausbau unseres Angebots für die Zukunft“, räumt Moser ein. Die Anlagen am Söllereck seien modernisierungsbedürftig und die KurAG verfolge konkrete Pläne, um diese Bergbahnen zu erneuern und für die Kunden ein marktgerechtes und attraktives Angebot zu realisieren. 

„Richtig ist, dass es hierzu mehrere Termine des Vorstandes gab. Diese fanden in jener Zeit statt, in welcher die Vertreter der Gemeinde nicht im Aufsichtsrat präsent waren und somit auch nicht an den Terminen teilnehmen konnten“, betont Vorstand Josef Moser. Des Weiteren sei angesichts der erhobenen Vorwürfe „etwas verschlafen zu haben“ festzuhalten, dass die Gemeinderäte als Vertreter des Haupteigentümers – der Marktgemeinde Oberstdorf – jederzeit die Möglichkeit hätten, für eine Entwicklung am Familienberg Söllereck einzutreten.

Meistgelesene Artikel

"Kein schönes Bild, aber notwendig"

Sonthofen – Beim „Hochwasserschutz Ostrach“ arbeitet das Wasserwirtschaftswerk Kempten derzeit am letzten Bauabschnitt. Gestern wurden dafür im …
"Kein schönes Bild, aber notwendig"

Integration als großes Thema auf dem Arbeitsmarkt

Allgäu – Mit dem Wort Stabilität lassen sich die Ergebnisse des Arbeitsmarktes im Geschäftsbereich der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen im …
Integration als großes Thema auf dem Arbeitsmarkt

Drogen: Streit in Immenstadt eskaliert

Immenstadt - Am späten Dienstagabend eskalierte ein Streit unter zwei Paaren im Alter von 20 bis 30 Jahren in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses …
Drogen: Streit in Immenstadt eskaliert

Kommentare