Schmuckstück am Wegesrand

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Die Pestkapelle in Oberstdorf erstrahlt in neuem Glanz.

Oberstdorf - Die Pestkapelle in der Weststraße, von den Nachbarn „isa Kappele im Ündre Mart“ genannt, hat noch im Herbst ein neues, wetterfestes Schindeldach bekommen.

Dabei wurden auch Teile des Dachstuhls und der Türstock erneuert. Außerdem erstrahlen die beiden geschnitzten Tafeln der Pestheiligen „Roches“ (St. Rochus) und „Beschtioane“ (St. Sebastian) auf der Ostseite in neuem Glanz.

Die Pestkapelle ist 1936 von der Museumsgruppe als Nachfolgebau von „Clöüdelars Kappel“ errichtet worden. Clöüdelars Kappel, die beim großen Brand 1865 wie durch ein Wunder unversehrt geblieben ist, geht wiederum auf einen Bildstock aus den Pestjahren 1634/35 zurück. Im Jahr 1955 fiel die Pestkapelle dem Bau des Gehsteigs entlang der Weststraße zum Opfer, weil der Plan misslang, die ganze Kapelle auf Rollen 10 Meter nach Norden in die angrenzende Buind zu schieben. Sie wurde anschließend in der heutigen Form größer und mit Türmchen wiedererbaut. 

Jährlich im Mai wird in der Kapelle der Rosenkranz gebetet. Der Verschönerungsverein dankt den Handwerkern der Zimmerei Geiger und Maler Sieber für die Ausführung, dem Diözesanbauamt für die Übernahme der Bauleitung sowie Pfarrer Peter Guggenberger und dem Grundeigentümer Toni Birker für die reibungslose Zusammenarbeit. 

Wer sich als Spender noch finanziell an der knapp 10.000 Euro teuren Renovierung beteiligen will, kann dies gerne tun auf das Konto des Verschönerungsvereins bei der HypoVereinsbank, Kontonummer 1502204, Bankleitzahl 733 211 77.

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