Viele Goldmedaillen für Oberallgäuer Sennälpler

Volle Konzentration beim Käsetest zeigten Prüfer Gottfried Seeberger (Mitte), Beobachter Herbert Möslang (rechts) und Protokollführer Dr. Michael Honisch (links) vom Alpwirtschaftlichen Verein im Allgäu. Foto: Josef Gutsmiedl

Vollauf zufrieden mit der Bergkäseproduktion des Alpsommers 2011 zeigten sich die Richter beim diesjährigen Bergkäseausstich des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu AVA. Fast die Hälfte der 50 vorgestellten Alp- und Bergkäse konnten mit einer Goldmedaille ausgezeichnet werden. Den Siegerpreis der Bergkäse- Kategorie holte sich Marianne Schwarz von der Alpe Helmingen; den Alpkäse mit der besten Punktezahl hatte Klaus Kohler von der Höfle Alpe.

Insgesamt erreichten 23 der 50 vorgestellten Berg- und Alpkäse die Punktezahl für die Goldmedaillenränge, also fast die Hälfte. „Ein Ergebnis, so gut wie die letzten zehn Jahre nicht", bringt Dr. Michael Honisch, Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins, das erfreuliche Resultat der diesjährigen Prüfung auf den Punkt. Aber, so betonen die Fachleute immer, auch die Qualität der mit Silber und Bronze prämierten Käse sei hervorragend. Und: Käse ist und bleibt letztlich Geschmackssache. Demzufolge wird auch das Kriterium Geschmack deutlich stärker für die Gesamtpunktezahl gewertet als etwa Aussehen oder Konsistenz der Käsemasse. An „das Nervige“ an der Käserei erinnerte Franz Hage, der Vorsitzende des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu. Das Ergebnis seiner Arbeit halte der Senn erst nach drei oder vier Monaten in seinen Händen. Dann könne man nicht mehr viel machen und nur hoffen, dass es ein anderes Jahr besser laufe. Zufrieden mit dem Resutat des Bergkäseausstichs zeigte sich auch Oberprüfer Johann Peschek vom Landwirtschaftlichen Versuchs- und Forschungszentrum für Milch- wirtschaft. Ausnahmlos „gepflegte Käse" seien heuer vorgestellt worden. Die Qualität sei heute auf einem hohen Niveau. Vor 20 Jahren seien Laibe von „höchst unterschiedlicher Qualität“ angeliefert worden. Das Niveau schreibt Peschek auch dem Wettbewerb des Käseausstichs zu und den Schulungen und Informationen, wie etwa Alpsennkursen und der Arbeit des Alpsennberaters. Für Peschek war sein 20. Jahr als Prüfer beim Bergkäseausstich das letzte aktive Jahr als Jury-Chef. AVA-Vorsitzender Hage ernannte den „wichtigen Mann" schon einmal zum Ehren-Oberprüfer.

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