Ein Wechsel, kein Bruch

ECO-Präsident Harald Löffler sieht dem Wechsel an den Abteilungsspitzen optimistisch entgegen. Foto: Josef Gutsmiedl

Neubesetzungen stehen dem Eissportclub Oberstdorf ECO ins Haus. Anlässlich der Mitgliederversammlung am Mittwoch, 29. Juni, werden die Obleute / Abteilungsleiter für die Bereiche Eiskunstlauf und Shortrack neu gewählt. Mit Marie-Therese Kreiselmeyer (Eiskunstlauf) und Joachim Knöckel (Shorttrack) stehen zwei Persönlichkeiten nicht mehr zur Wahl, die diese Abteilungen über lange Jahre maßgeblich geleitet und geprägt haben. Der KREISBOTE sprach mit ECO-Präsident Harald Löffler über die Neubesetzungen.

Als Traditionsverein leistet det EC Oberstdorf seit vielen Jahren anerkannte Basisarbeit im Breiten- und Spitzensport. Mit dem Rückzug zweier verdienter Persönlichkeiten wie Marie-Therese Kreiselmeyer und Joachim Knöckel sind sicher Einschnitte verbunden? Harald Löffler: Das Ausscheiden von Marie-Therese Kreiselmeyer und Joachim Knöckel ist für den ECO und die beiden betroffenen Abteilungen Eiskunstlauf und Shorttrack ein Verlust. Beide haben ihre Abteilungen erfolgreich geführt und geprägt. Shorttrack ist als neue, dynamische Eissportart erst durch Jockl Knöckel etabliert worden und Oberstdorf ist schon eine Hochburg dieser Sportart in der Region. Die langjährige erfolgreiche Arbeit wird also nahtlos weiter gehen? Harald Löffler: Dem „Personalwechsel“ sehe ich gelassen entgegen. Die beiden bisherigen Obleute hinterlassen ein „geordnetes Haus“. Die Nachfolger können diese Arbeit fortführen und weiterentwickeln, wie etwa Claudia Huth, die als erfahrene Organisatorin im Eiskunstlauf einen guten Ruf genießt und - sofern die Versammlung das so beschließt - die Abteilung sicher erfolgreich leiten wird. Marie-Therese Kreiselmeyer und Jockl Knöckel bleiben ja als Trainer erhalten und stehen weiter mit Rat und Tat zur Seite. An der eigentlichen Sportarbeit, der Nachwuchsgewinnung und Ausbildung wird sich demnach nichts ändern? Harald Löffler: Jede Umbesetzung bringt Neuerungen und Veränderungen mit sich. Das sehe ich als Chance der Entwicklung. Die gute Arbeit in den Abteilungen stärkt natürlich die Position des ECO insgesamt. Wir hoffen, dass die Mitglieder und auch die Marktgemeinde Oberstdorf diesen Einsatz entsprechend honorieren. Ich betrachte es als Glücksfall, dass wir engagierte Leute wir Claudia Huth oder Dieter Linka als Nachfolger Knöckels im Ort haben, die auf diese Weise - ehrenamtlich, wohl gemerkt - Oberstdorf als Platz für den Leistungssport stärken. Gute Nachrichten gibt aus allen Abteilungen, vom Curling wie vom Eislauf oder Eishockey, wo sich die Spielgemeinschaft mit Sonthofen bewährt hat. Der ECO hat in der Vergangenheit viel bewegt und will das auch weiterhin tun. Wir haben das Erscheinungsbild des Eissportzentrums deutlich verbessert und die Medienarbeit forciert. Unser Ziel ist es, Großveranstaltungen im Eissport, wie etwa eine Junioren-WM nach Oberstdorf zu holen. Dazu brauchen wir jede Unterstützung der Gemeinde. Konkret streben wir die Bewerbung um Europa- und Weltmeisterschaften für Junioren im Shorttrack, Eiskunstlauf und Curling an, ebenso die Europameisterschaft für Herren/Damen im Curling. Wir wollen das Finale der 50. Deutschen Curling-Meisterschaft im kommenden Jahr unbedingt nach Oberstdorf holen, nachdem ja auch die erste Meisterschaft in Oberstdorf stattgefunden hat.

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