Es wird wieder geforscht

Auch heuer steht das Möggenried-Haus wieder im Mittelpunkt von Forschungsarbeiten. Foto: privat

Es ist eins der ältesten Baudenkmäler in Sonthofen und gewinnt schon seit längerem auch in Fachkreisen an Interesse. In den vergangenen Jahren untersuchten Schüler und Studenten von der Hauptschule bis zur Universität das historische Gebäude des Möggenried-Hauses. Auch in diesem Jahr haben sich Studierende verschiedener Wissenschaften und Handwerker zu Forschungszwecken angemeldet.

Seit dieser Woche sind 17 Architektur-Stundenten und -Studentinnen der TU München dabei, die aus dem Jahre 1587 stammende, ehemalige Nagelschmiede eingehend zu untersuchen. Die international zusammengesetzte Gruppe beschäftigt sich mit u. a. mit den früheren Bautechniken, der Vermessung verschiedener Räume des Hauses und deren Befundung und Dokumentation. Am Freitag, 1. Juli, kommt eine weitere Gruppe von neun Studierenden in das Möggenried-Haus. Sie wird auf dem Gebiet der Restaurierungswissenschaften an den historischen Oberflächen, Tapeten, Fenstern und Türen Erkenntnisse sammeln und Methoden zur Reinigung und Restaurierung praktisch anwenden. Auch hierfür ist das Möggenried-Haus das ideale Forschungsobjekt. Dipl. Ing. Elke Nagel M.A. von der TU München betreut und leitet die Teilnehmer bei ihren mehrtägigen Untersuchungen. Am Dienstag, 19. Juli, reist ein Seminar der Akademie für Handwerkerfortbildung Thierhaupten nach Sonthofen, um Erfahrungen über die Tradition Allgäuer Baukonstruktionen zu gewinnen. Auch die praktische Anwendung einiger historischer Techniken ist geplant. Das Seminar steht unter der Leitung von Dipl. Ing. Martin Saar. Begleitet und unterstützt werden die Gäste von Architekt Claudio Ritter, der das Haus in den vergangenen Jahren vermessen und erforscht hat.

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