Wirtschaftsgipfel ganz oben

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„Das Allgäu ist auf einem guten Weg“ – diese einhellige Meinung vertraten Wirtschaftsminister Martin Zeil und Stephan Thomae beim Gipfeltreffen am Fellhorn. Unser Foto zeigt von links: Bezirksrätin Gisela Bock, Augustin Kröll, Geschäftsführer Das Höchste,Barbara Daumiller-Zeil, Staatsminister Martin Zeil, Stephan Thomae und Ralf Schmid,Geschäftsführer Allgäu Airport Memmingen. 

Oberstdorf - „Die Natur schützen und die Natur für den Tourismus erschließen – diesen beiden Zielen muss man gleichermaßen Rechnung tragen. Das sind zwei Seiten einer Medaille.

Hier gilt es, die richtige Balance zu finden.“ – Zu diesem gemeinsamen Konsens kamen der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil und der FDP-Bundes- tagsabgeordneter Stephan Thomae bei einem Treffen mit Oberstdorfer Unternehmern auf dem Fellhorn. Gemeinsam mit rund 20 Unternehmern aus Oberstdorf diskutierten die beiden Politiker das Thema „Tourismus im Allgäu“. 

Augustin Kröll, Geschäftsführer der Fellhornbahn GmbH, nannte die Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent einen „intelligenten Nachlass“, durch den für die Branche auch wieder Investitionen machbar geworden seien. „Die dem Staat entgangene Mehrwertsteuer wird um ein Vielfaches über die Umwegrendite, die nach den Investitionen durch zusätzliche Wertschöpfung entsteht, zurückgegeben.“ Seine Bitte: „Dieser Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent muss bleiben!“ 

Der Tourismus in der Region teile sich im Winter auf etwa 65 Prozent Urlauber und 35 Prozent Tagesgäste auf. Der Sommertourismus habe zudem eine steigende Tendenz. Wie Kröll informierte, werden durch den Tourismus allein in der Wintersaison mehr als 2500 Arbeitsplätze vergeben. Zur Sprache kam bei dem Treffen auch die kürzlich veröffentliche Klima-Studie des Deutschen Alpenvereins (DAV). Hierzu kommentierte Wirtschaftsminister Zeil: „Man sollte nicht nur schwarz-weiß diskutieren.“ Es lasse sich noch nicht sagen, wie sich die Klimaveränderungen auf die Winter auswirken würden. Das bestätigte Kröll: „2011/2012 war der schneereichste Winter seit langem und auch im abgelaufenen Winter 2012/2013 gab es überdurchschnittlich viel Schnee.“ Als Seilbahnbetreiber sehe er die Ergebnisse der Studie schlichtweg als falsch an. „Man darf das Allgäu nicht unter eine Käseglocke setzen“, meinte auch Thomae. „Viele Menschen in der Region leben vom Tourismus. Wir brauchen diese ganze Bandbreite – von der Landwirtschaft bis hin zum Alpintourismus.“ 

Nicht ohne Sorge sehen die Unternehmer dabei derzeit die Rindertuberkulose, die immer wieder aufflamme. „Hier heißt es, sehr sensibel und mit Bedacht vorgehen“, so der Wirtschaftsminister. Es wäre fatal, wenn sich die Tierseuche negativ auf den Tourismus auswirken würde. Auf Nachfrage zu gemeinsamen Marketingkonzepten meinte Zeil: „Wir brauchen hier keine klassischen Verbandsstrukturen, sondern eine Art „Deckmantel Bayern“, unter dem sich jede Region mit ihren Eigenarten wiederfinden kann.“ Berücksichtigen müsse man zudem die Einbindung des Tourismus auf Bundesebene. Aktuell gebe es den höchsten Tourismusetat in der Geschichte Bayerns.


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