Dauerbrenner Zweitwohnungssteuer

Immenstadt - Das heiße Eisen Zweitwohungssteuer bleibt offenbar Thema: Mit einem offenen Brief wandte sich jetzt Elsbeth Mahler aus Immenstadt an den Bürgermeister der Stadt. Die Immenstädterin beklagt die aktuelle Erhöhung der Zweitwohungssteuer von 250 Euro auf 500 Euro pro Jahr.

„Nur weil ich jetzt bei der Jahresrohmiete um 37,64 Euro über die Grenze von 4000 Euro komme, soll ich gleich 100 Prozent mehr bezahlen als bisher.“ Dies sei nicht nachvollziehbar, beklagt Elsbeth Mahler und verweist darauf, dass sie – leider vergeblich – bereits im Jahr 2006 bei der Einführung der Zweitwohnungssteuer in Immenstadt angeregt habe, mehr als drei Abgabenstufen vorzusehen. Das jetztige System mit nur drei Stufen sei nicht gerecht. Zudem bezahle sie noch die Jahreskurtaxe sowie Grundsteuer und alle anderen Abgaben „wie jeder Haus- oder Wohnungsbesitzer“. Zudem habe sie erfahren, dass ein Stadtrat angeregt habe, die Zweitwohnungssteuer sofort um zehn Prozent anzuheben.

„Die Mehrheit der Zweitwohnungsbesizer ist sicher weiterhin bereit, zum Allgemeinwohl beizutragen. Aber eine Erhöhung um über 100 Prozent kann nicht akzeptiert werden“, protestiert die Wahl-Immenstädterin in ihrem Brief an Bürgermeister Schaupp. Sie bitte dringend, die Angelegenheit Zweitwohungssteuer im Stadtrat zu behandeln.

Frau Mahler ergänzt, dass sie durch ihre Aufenthalte in Immenstadt während der vergangenen 40 Jahre zum Wirtschaftswachstum der Region beigetragen habe. Als begeisterte Skifahrerin habe sie zudem jeden Winter entsprechende Saison- oder Jahreskarten gekauft. „Vielleicht sollte man auch mal über diese Tatsache nachgedacht werden.“

Josef Gutsmiedl

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