Aldi-Logistikzentrum

Grundstücksverkauf brächte zehn Millionen Euro

Wörthsee – Anders als in der Gemeinde Gilching stehen in Wörthsee Bürgermeister Peter Flach und die örtliche CSU hinter dem Aldi-Projekt.

Immerhin flössen alleine für den Ankauf des Grundstücks zehn Millionen Euro in die Gemeindekasse. Geld, das die Kommune dringend braucht. In Wörthsee muss nicht nur das Altenheim Urban-Dettmar-Haus aufwändig saniert werden. Es droht zudem die Schließung des „Augustiners am Wörthsee“, weil das Geld für die Sanierung fehlt. Die Traditionsgaststätte mit großzügigem Badeplatz ist in Gemeindebesitz und muss von Grund auf renoviert werden. Die Aufsichtsbehörde hat dem Wirt noch bis Saisonende eine Frist eingeräumt, dann ist endgültig Schluss. Kommt nicht von irgendwo ein Geldsegen, wird das legendäre Bad dem Verfall preisgegeben sein. Auf Betreiben der neuen Gruppierung „Wörthsee Aktiv“ lädt die Gemeinde nun für 17. Juli, um 19 Uhr, zu einer außerordentlichen Bürgerversammlung in die Schulturnhalle ein, um über die Zukunft des Augustiners zu informieren. Finanziell gelegen käme da die Ansiedlung des Aldi-Logistikzentrums. Denn außer den zehn Millionen Euro für den Ankauf des 13 Hektar großen Grundstücks „Am Ziegelstadl“ würde die Gemeinde unter anderem auch von der Gewerbesteuer profitieren. Das Angebot gilt laut Aldi-Sprecher Michael Klöter bis Ende des Jahres. Doch wie in Gilching, haben sich bereits die Gegner formiert. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass sie aktiv von den Gilchinger und Weßlinger Aldi-Gegner unterstützt werden, die unter anderem schon alte „Nein zu Aldi“-Sticker bereithalten. Eine Entscheidung, wie weiter verfahren werden soll, fällt in der letzten Ratssitzung vor den großen Ferien. Am 31. Juli soll sich laut Flach der Gemeinderat mit den Details eines möglichen Ratsbegehrens auseinandersetzen, in dessen Rahmen die Bürger über das Projekt abstimmen können. CSU-Gemeinderätin Martina Jursch hatte auf einer Info-Veranstaltung darauf hingewiesen, dass durch das Logistikzentrum möglicherweise drei Windräder verhindert werden können. Der Ziegelstadel ist im Landkreis als Konzentrationsfläche für Windkraft vorgesehen. Klöter wiederum verweist auf Starnbergs größte Fotovoltaik-Anlage, die auf dem Flachdach des Logistikzentrums vorgesehen ist. pop

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