Für Alteingesessene & Zugezogene

Es liegt zwischen Forstenrieder Park und dem Starnberger See: das Dorf Wangen. Heuer feiert die 800 Seelengemeinde ihr 1000-jähriges Bestehen und hat dafür über das Jahr verteilt ein buntes Festprogramm auf die Beine gestellt. Zum Auftakt gab es im Januar das Sebastiani-Schießen, gefolgt vom Volksmusikabend Ende Februar, bei dem auch die von Anton Brunner erstellt Chronik „1000 Jahre Wangen“ der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

„Unser Freid, ja des san de tausend Jahr, de mia feiern in Wangen do, und drum kemman mia heuer öfter z’samm, de Feierei, de fangt ja erst o!“ schallte es aus den Kehlen der Wangener beim Volksmusikabend und gab damit einen musikalischen Fingerzeig auf die noch folgenden Aktivitäten zum großen Jubiläum der kleinen Gemeinde. So steht als nächstes am 16. April der Historische Festabend mit Grußworten von Starnbergs Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger und Landrat Karl Roth sowie einem Vortrag von Professor Reinhard Heydenreuter zum Thema „1000 Jahre Wangen - Die Dorfbewohner und ihre Obrigkeit vom Mittelalter bis heute“ an. Musik gibt es an diesem Abend von der Blaskapelle Wangen-Neufahrn. Weitere Veranstaltung sind: Jubiläums-Streichkonzert „Frisch gestrichen“ am 19. Juni; Rock-Konzert „Double You“ am 23. Juli; Bayerisches Kabarett mit Martina Schwarzmann am 24. Juli und dem 1000-Jahr-Festsonntag am 25. Juli, einem Bayerischen Abend mit Gästen aus Dinard am 28. August, einem 1000-Jahr-Gedächtnis der Krieger- und Soldatenkameradschaft am 14. November, dem Jubiläumskonzert der Blaskapelle am 20. November und zum Abschluss den Dorf-Christkindlmarkt am 28. November. Ausführliche Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es auch im Internet unter www.wangen-bei-starnberg.de. Im Jahr 1010 wird Wangen erstmals erwähnt - in einer Urkunde von Heinrich II. anlässlich der Rückerstattung einiger Besitztümer an das Kloster Polling. Diese Begebenheit ist auch das Auftaktkapitel der vornehmlich von Anton Brunner erstellten Ortschronik „1000 Jahre Wangen - Aus der Geschichte eines Dorfes zwischen Forstenrieder Park und Starnberger See“. Unterstützt wurde der gebürtige Landshuter, der seit 1965 in Wangen lebt, dabei von den Historikern Hans H. Schmidt und Benno C. Gantner. Frucht dieser Zusammenarbeit ist ein liebevoll gestaltetes Werk mit umfangreichen Informationen über die kleine Gemeinde. Brunner spannt den Bogen von der Bronzezeit bis zur Gegenwart und zeigt die ländliche Tradition ebenso wie den Wandel in den vergangenen 100 Jahren des familiär, kirchlich und von Vereinen geprägten Dorflebens, wie es in der Buchbeschreibung heißt. Illustriert mit rund 200, zum Großteil farbigen Fotos, lässt das 250 Seiten starke Buch, angereichert durch Beiträge von namhaften Historikern, sowie Wangener Vereinsrepräsentanten, die Vergangenheit lebendig werden. Alteingesessene Bürger finden in der Geschichte ihrer Höfe, ihre Herkunft und in den Kapiteln über Kirche, Schule und Vereine ihre Jugend wieder. Zugezogene lernen in kurzweilig formulierten, dabei aber wissenschaftlich fundierten beiträgen und Zeitzeugenberichten über den harten Alltag, aber auch über fröhliche Feste ihre Wahlheimat kennen. „1000 Jahre Wangen - Aus der Geschichte eines Dorfes zwischen Forstenrieder Park und Starnberger See“ - erschienen im Kulturverlag Starnberg ist zum Preis von 19,80 Euro im Wangener Dorfladen sowie in den Starnberger Buchhandlungen erhältlich.

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