Die Alternative fehlt

Die Glascontainer an der Reineckestraße bleiben. Foto: Kirner

Die Glascontainer beim Altenheim an der Reineckestraße in Herrsching werden nicht entfernt. Verbesserte Rahmenbedingungen wie optimierte Einwurfzeiten und Schallschutzlösungen sollen jedoch überprüft werden.

Ein Auto fährt vor. Türen knallen. Behälter mit leeren Glasflaschen werden vor die Container gezerrt. Laut klirrend zerspringen die Flaschen. Wieder knallen Türen. Der Motor springt an und das Auto fährt weg. Gemäß der Fürsprecher der Bewohner des Altenheims, Angelika Knülle und Victor von Zglinitzki, müssen die Anwohner diese Lärmbelästigung zu jeder Tages- und Nachtzeit und sieben Tage die Woche über sich ergehen lassen. Sie verlangen, dass die Glascontainer bald möglichst aus der Reineckestraße entfernt werden. „Leider fehlt es an möglichen Alternativen“, bedauerte Bürgermeister Christian Schiller, „und ganz auf die Container können wir nicht verzichten.“ Der Standort der Glasiglus steht seit dem Bau des Johanniterhauses immer mal wieder auf der Tagesordnung des Herrschinger Gemeinderates. Da die Container in der Reineckestraße zentral gelegen und jederzeit zugänglich sind, werden sie laut Zglinitzki entsprechend häufig genutzt. Als Alternativstandort dachten die Fürsprecher an die P+R-Parkplätze am Bahnhof. Stattdessen schlug Christine Hollacher (BGH) vor, die Einwurfzeiten zu optimieren und zu kontrollieren. „Die Grundbedingungen müssen verändert werden.“, sagte sie. Klaus Pittrich (CSU) regte an, ferner nach technischen Schallschutzlösungen zu suchen. Schiller gab zu bedenken, dass der Abfallwirtschaftsverband Starnberg (AWISTA) weder für die Kontrollen noch für den Schallschutz aufkommen würde. Am Ende beschloss der Gemeinderat, einen Kostenvoranschlag für technische Maßnahmen einzuholen und zu überprüfen, ob diese von der Gemeinde übernommen werden könnten. Auf die Anregung Johannes Putsch (FDP) hin, sollte ein möglicher weiterer Standort eruiert werden. Der Bürgermeister versprach abschließend, noch einmal „energisch“ beim Zweckverband vorzusprechen und um Kostenübernahme zu bitten.

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