Dringend neues Lager benötigt

Mehr Platz fürs Bier

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Andechs – Vor zwei Wochen bewilligte der Gemeinderat die Herausnahme einer Fläche im Landschaftsschutzgebiet aus dem Flächennutzungsplan (FNP), damit die Klosterbrauerei aus- und angebaut werden kann. Am Dienstag lag dem Bauausschuss ein Planentwurf zum Bebauungsplan vor.

Der Ausbau sei notwendig, so der Pressesprecher des Andechser Klosters, Martin Glaab. Schließlich habe die Füllerei bereits mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Unterdessen entspricht die Füllerei in Sachen Energieeffizienz, Sicherheitsanlagen und Technik nicht mehr dem heutigen Standard. Außerdem platze das Lager aus allen Nähten. „Teilweise muss das Leergut im Freien gestapelt werden“, weiß Bauamtsleiter Siegfried Wirkner. Und die an- oder abfahrenden Lkw‘s müssten oft rangieren, um überhaupt aneinander vorbeizukommen. „Das gehört entzerrt.“

Freilich besorgte die Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebietes Walther Galli (Grüne) nachhaltig: „Hier wird eine landwirtschaftliche Fläche mir nichts, dir nichts in eine gewerbliche Fläche umgewandelt.“ Nicht ganz, korrigierte der Bauamtsleiter. Im Flächennutzungsplan sei der Bereich schon als Sondergebiet drin und die Brauerei genieße Bestandschutz. Das bedeute auch, dass der Betrieb sich entwickeln und jetzigen Gegebenheiten anpassen könne. Georg Scheitz (CSU) wiederum gefiel der Entwurf sehr. Allerdings schlug der Wegereferent vor, keine zweite Zufahrt für die außerdem geplanten 100 Mitarbeiter-Parkplätze nördlich vom Camping-Parkplatz zu bauen, sondern die Autos über den bereits vorhandenen, großzügig gestalteten Trichter zu den Besucherparkplätzen zu leiten. Warum denn schon wieder Grund versiegelt werden müsse, wollte Galli wissen. „Können die Mitarbeiter denn nicht die Besucherparkplätze nutzen?“ Das sei nicht möglich, denn wegen der Nachtschichten sei zum Beispiel eine spezielle Beleuchtung notwendig. Auf Rückfrage sagte der kaufmännische Leiter der klösterlichen Wirtschaftsbetriebe, Christian Rieger, dass derzeit mögliche Zufahrtswege vom bisherigen Besucherparkplatz zum neuen Mitarbeiterparkplatz durch die Stellplatzanlage für Wohnmobile und den Kräutergarten ja stark eingeschränkt sei. „Wir werden mit den Gemeinderäten sowieso einen Begehungstermin haben, bei dem wir auch diese Frage besprechen werden. Im weiteren Verlauf prüfen wir, was realisiert werden kann.“ Für eine Ortsbesichtigung hatten sich die Räte mit einer Gegenstimme ausgesprochen. Das Ergebnis wird in den Bebauungsplan eingearbeitet. Und wenn alles gut geht, kann das Kloster wie geplant mit dem Bau nächstes Jahr beginnen. mk

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