Antrag bei der Regierung

Obwohl laut Schulleiter Michael Pimperl die Schüler nicht mehr werden, muss das Inninger Schulhaus um einige Klassenzimmer aufgestockt werden. „Nicht die Schüler, sondern die Anforderungen an uns werden mehr“, sagt Pimperl. Am Montag besuchten er und Innings Bürgermeister Werner Röslmair das zuständige Referat in der Regierung von Oberbayern, um Gelder für den zusätzlichen Anbau locker zu machen.

Die Erweiterungspläne der Grundschule in Inning liegen seit über drei Jahren genehmigt in der Schublade. Auch der Zuschuss durch die Regierung von Oberbayern steht außer Frage. Problem jedoch ist, dass mittlerweile die Anforderungen an die Schule gestiegen sind und laut Kultusministerium künftig noch mehr von der Schule erwartet wird. „Genehmigt sind zwei neue Klassenzimmer im ersten Stock und eine darunter liegende, überdachte Pausen-Freifläche“, erklärt Schulleiter Michael Pimperl. „Das hätte vielleicht vor drei Jahren ausgereicht. Heute nicht mehr. Wir platzen aus allen Nähten und können den Anforderungen nicht mehr gerecht werden.“ Unter anderem fehlen Räume für den differenzierten und den Sprachfördernden Unterricht, was laut Lehrplan vorgeschrieben ist und auch Sinn macht, sagt Pimperl. Dazu kommt, dass bereits in der Grundschule am Computer unterrichtet werden muss. „Wir haben einen Raum mit zehn PC-Plätzen. Es muss also die Klasse geteilt werden. Während die einen am Computer sitzen, bleiben die anderem im Klassenzimmer. Für die Lehrkraft bedeutet dies, ständig hin und her zu springen und beide Gruppen gleichermaßen gut zu beschäftigen.“ Problematisch gestaltet sich die Raumknappheit außerdem beim Religionsunterricht. „Es gibt mittlerweile fünf Parallelgruppen, wobei die Kinder für den Ethikunterricht immer mehr werden. Waren es früher höchsten sieben, sind es derzeit 18 Kinder. Dazu kommen je zwei Gruppen, die katholischen und evangelischen Religionsunterricht erhalten.“ Kritisch aber werde es, kommt die von Kultusminister Ludwig Spänle geforderte Reduzierung der Klassenstärke und die Ganztagsschule, mahnt Pimperl. „Das alles ist in unserem Interesse. Auch die Ganztagsschule. Schon jetzt besuchen über die Hälfte unserer Schüler den Hort oder die Mittagsbetreuung. Um die Vorgaben zu erfüllen, brauchen wir aber mehr Platz.“ Deshalb regte der Schulleiter an, statt der geplanten überdachten Pausenfläche zwei weitere Klassenzimmer zu machen. Was das Projekt um einiges teurer macht. „Wir wollen eine Schule für die Zukunft und das sollte nicht am Geld scheitern“, betont Pimperl. Röslmair unterstreicht die Notwendigkeit und war mit dem Schulleiter zusammen am Montag bei der Regierung von Oberbayern, um dort auf die Dringlichkeit hinzuweisen und zudem Antrag auf Bezuschussung der erweiterten Pläne zu stellen. „Der Schulanbau hat Priorität. Wir haben dies auch überzeugend im Kulturministerium vorgetragen. Ich hoffe, dass dies auch dort so gesehen wird.“

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