Asylbewerber

Turnhalle wird zur Notunterkunft

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Inning – Die Gemeinde Inning ist für die Ankunft von 200 Asylbewerbern gerüstet. Wie berichtet, wurde die Turnhalle als Notunterkunft für einen Zeitraum von sechs Wochen ausgewählt und hergerichtet.

Die Flüchtlinge sollen von Inning aus so schnell als möglich auf ganz Deutschland verteilt werden. Von den Neu-Ankömmlingen wird niemand in Inning bleiben, sagte Bürgermeister Walter Bleimaier am Montag bei der letzten Inspektion der Sammel-Unterkunft. Denn derzeit gebe es weder Wohnungen noch anderweitig geeignete Unterbringungsmöglichkeiten. Gleichwohl auch Inning damit rechnen muss, langfristig Asyl anzubieten. „Wir wissen im Moment nicht, wie es weiter geht und wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Notfalls müssen auch in Inning Zelte oder Container aufgestellt werden“, betonte Landrat Karl Roth. Er war am Montag in Begleitung der Logistik-Helfer nach Inning gekommen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Großes Lob gab es für die ehrenamtlichen Helfer, die innerhalb weniger Stunden aus der Zweifach-Turnhalle eine einigermaßen brauchbare Bleibe gemacht haben. Mit dabei unter anderem das BRK, das THW, die Wasserwacht und die Feuerwehren aus Machtlfing, Erling, Herrsching, Buch, Oberpfaffenhofen, Steinebach und Starnberg. „Am Samstag waren 87 Helfer da, am Sonntag waren es noch einmal 56 Freiwillige“, sagte Kreisbrandmeister Andreas Pain. Bevor es jedoch ans Einrichten der 200 Betten, dem Anschluss der Hygieneein- richtungen und dem Aufstellen der Registrations- und Catering-Zelte ging, mussten die einzeln verschweißten Teile vom Sonderflughafen Oberpfaffenhofen abgeholt und ausgepackt werden. Weshalb Remondis am Montag eine Extraschichte einlegte, um das gestapelte Verpackungsmaterial mitzunehmen und zu entsorgen. Damit nach dem Abbau das Mobiliar bis zum nächsten Einsatz fachgerecht gelagert werden kann, steht dem Landkreis auf dem Flughafenareal die Halle 314 als Lagermöglichkeit zur Verfügung. Für die Verpflegung vor Ort wurde eigens eine Catering-Firma engagiert, die sich bereits mit den Essgewohnheiten der Flüchtlinge auskennt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, wurde außerdem rund um die Uhr eine Security-Firma verpflichtet. „Tags- über sind zwei Mann abgestellt, nachts sind es vier“, erklärte Stefan Derpa vom Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Kreisbehörde. Im Übrigen habe sich auch schon die Polizei Herrsching bereit erklärt, ein Auge auf die Unterkunft zu werfen. Um den Flüchtlingen in Zeit zum Ankommen zu geben, bat Roth, von Besuchen Abstand zu nehmen. „Wir wissen nicht, was diese Menschen schon hinter sich haben. Sie sollen sich erst einmal mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und, was ganz wichtig ist, in Ruhe ausschlafen.“ Mittlerweile hat sich auch schon ein Helferkreis gegründet, dem 50 Freiwillige angehören. Sie treffen sich am heutigen Mittwoch, um die weiteren Schritte zu besprechen. pop

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