Attraktiver Sport vor Ort

Mit der Errichtung eines Slackline – Park würde Gräfelfing eine weitere attraktive Sportart vor Ort anbieten. Foto: fkn

In Gräfelfing soll ein Slackline-Park ins Leben gerufen werden, teilte Peter Köstler jüngst im Ausschuss für sportliche Angelegenheiten mit. Slacklining nennt man die Trendsportart, bei der man auf einem zwischen zwei Befestigungspunkten gespannten Schlauchband balanciert. Da sich die Slackline unter der Last des Slackliners dehnt, verlangt dies vom Sportler eine gute Balance, Konzentration und Koordination. Matthias Höfer, Geschäftsführer der Sportfaktor GmbH, stellte kürzlich das Vorhaben dem Rat vor.

Die hippe Trendsportart findet zunehmend mehr Anhänger und besitzt großes Potential. Das Slacklining ist inzwischen zum eigenständigen Sport geworden und übt nicht nur auf Kinder und Jugendliche eine magische Anziehungskraft aus. In Deutschland gibt es inzwischen über 100.000 Slackliner. Mit einem Slackline-Park würde Gräfelfing eine innovative Sportart für Jedermann und zu jeder Jahreszeit anbieten. Dies wäre übrigens der erste und einzige professionelle Slackline- Park in Bayern, betont Höfer. Der Aufbau und die Konstruktion eines solchen Parks ist mit wenig Aufwand verbunden. Für die Grundstruktur werden senkrechte Holzträger benötigt, die im Boden auf einem Betonfundament verankert werden. Als Bodenbelag bietet sich Sand oder Holzhackschnitzel an. Slacklines werden in Längen zwischen fünf bis 15 Meter und in Höhen zwischen 40 und 120 Zentimeter gespannt. Vorstellbar wäre ein Slackline-Park mit fünf Pfosten am Kurt-Huber Gymnasium am Standort des alten Kollegstufengebäudes. Der Park wäre in beiden großen Schulpausen nutzbar wie auch in der schulfreien Zeit. Die witterungsempfindlichen Slacklines sollen nicht dauerhaft aufgebaut sein (auch wegen Diebstahlgefahr), deshalb ist zu überlegen, Slacklines im Sekretariat der Schule gegen Pfand auszuleihen. Eine fest installierte Schautafel soll für die Nutzer als Bedienungsanleitung dienen. Als weiteren Standort wird das Areal beim Spielplatz am Anger in Lochham diskutiert. Sobald die Planungen für die Fest- lichkeiten auf besagtem Areal stehen, könnte konkret geplant werden, wo genau sich ein Slackline-Park anbietet. Der Platz bietet sich optimal an, zumal auch kürzlich vom Rat beschlossen wurde, hier einen Senioren Spielplatz zu errichten. Außerdem ist der Bau eines Slackline–Parks eine relative günstige Geschichte, die zudem wenig Platz beansprucht. Die konzeptionellen Kosten liegen bei rund 5.000 Euro zuzüglich anfallender Kosten für Konstruktion und Statik. Diese belaufen sich auf weitere 5.000 Euro.. „Mit diesem Projekt würden wir einen Jugendbegegnungsspielplatz schaffen“, so Köstler - in Ergänzung zum Seniorenspielplatz. Gemeinderat Kai Reichert (BVGL) begrüßte einen solchen Park allein aus sportlichen und sozialen Gründen. Bewegung verbindet und Gleichgewichtstraining ist auch ein wichtiger Aspekt in der medizinischen Reha. Katja Dittmar (CSU) fand die Idee auch nicht schlecht, erinnerte aber daran, dass die Jugendlichen in Gräfelfing schon sehr lange auf einen Skaterplatz warten. „Auch daran müssen wir denken.“ Einen öffentlichen Slackline-Park ohne jede Kontrolle, hielt Petra Schaber (IGG) für zu gefährlich. Höfer argumentierte hier dagegen. „Die Jugendlichen slacklinen inzwischen überall, so auch über der Würm. Es ist also besser und sicherer, öffentliche Möglichkeiten zum Slacklining anzubieten.“ Zudem soll der Park für alle öffentlich zugänglich sein. Der Rat stimmt dem Vorhaben mit zwei Gegenstimmen grundsätzlich zu und beschloss, bauliche, rechtliche und konzeptionelle Fragen aufzubereiten.

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