Augustiner Gaststätte

Flachs Idee kommt nicht an

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Wörthsee – Mit einer seiner Ansicht nach perfekten Lösung für den Erhalt des Traditions Strandbades Fleischmann plus Augustiner-Gaststätte wartete Wörthsees Bürgermeister Peter Flach auf.

Doch er hatte die Rechnung ohne seine Bürger gemacht. Am Mittwoch bekam er deren Wut zu spüren. Wie berichtet, muss der „Augustiner am Wörthsee“ ab 23. Oktober aufgrund fehlendem Brandschutz und unsicherer Statik den Betrieb einstellen. Geld für die Sanierung des Lokals, das in Besitz der Gemeinde ist, fehlt. Über Monate monierten Bürger deshalb, dass es in Wörthsee zum Wirtshaussterben kommt, zumal auch das Gasthaus Raabe einer unsicheren Zukunft entgegen sieht. Von der neuen Gruppierung „Wörthsee aktiv“ wurde nun durch Unterschriftensammlung eine Bürgerversammlung eingefordert, zu der am Mittwoch rund 300 Besucher kamen. Das von Flach vorgestellte Konzept zum Erhalt des traditionellen Strandbades plus Lokal sieht vor, der Augustiner-Brauerei das Areal auf 99 Jahre in Erbpacht zu überlassen. Im Gegenzug übernimmt die Brauerei den Abriss der maroden Gaststätte und errichtet ein neues Restaurant mit Saal und Biergarten. Wütend monierten Zuhörer, dass versäumt wurde, nach Alternativen zu suchen und dass der Bürger außen vor gelassen wurde. In einem Antrag, der von der Versammlung mehrheitlich befürwortet wurde und innerhalb von drei Monaten im Gemeinderat behandelt werden muss, forderte Dirk Bödicker stellvertretend für „Wörthsee aktiv“ unter anderem, dass nach Alternativen gesucht wird, dass die Schadensersatzsumme ermittelt wird, die die Gemeinde an Augustiner zahlen müsste, da noch ein rechtskräftiger Vertrag für weitere sechs Jahre besteht und, dass beim künftigen Konzept die Bürger integriert werden. Nun bleibt zu befürchten dass der „Augustiner am Wörthsee“ ab November für einen längeren Zeitraum außer Betrieb sein wird. pop

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