Aula wird "Kupferhaus"

Die neue Aula am Feodor-Lynen-Gymnasium heißt in Zukunft „Kupferhaus“. Darauf verständigte sich – wie auch für ein Logo für das Kulturforum – der Planegger Gemeinderat auf seiner Weihnachtssitzung. Vorausgegangen war eine einstündige Diskussion über den Sinn und Zweck der Namensfindung, die Arbeit der Jury und die Vermarktungschancen der im Sommer eröffneten Kultur-Halle.

Zu Beginn der Debatte warb Kulturreferentin Anja Fanslau für die von der Jury ermittelten fünf Vorschläge. „Wir müssen heute einen Namen finden“, so Fanslau, sonst stünde auch im Programmheft lediglich nur „neue Aula“. Außerdem diene ein „griffiger Name“ auch der Ortsbeschreibung; Begriffe wie Stadthalle Germering und Bürgerhaus Pullach lehnte die Kulturreferentin als nicht mehr zeitgemäß ab. Per Beschluss von Anfang November hat die Gemeinde eine Bürgerbefragung zur Namensfindung für die Aula durchgeführt. Die eingegangenen Vorschläge aus der Bevölkerung sind einen Monat später einer Jury bestehend aus Vertretern aller Fraktionen im Gemeinderat vorgelegt worden. Und diese wählte schließlich fünf Favoriten aus: „Paula“ (Planegger Aula), „Kupferkessel“ (wegen des hohen Kupferanteils), „Kupferhaus“, „Kultbox“ und „Grüne Bühne“ – was im Gemeinderat ganz unterschiedliche Reaktionen hervor gerufen hat. Für Fritz Haugg (FDP), der sich eher eine „Richard-Naumann-Aula“ oder eine „Karl Valentin-Aula“ vorstellen konnte, kam es vor allem auf die Vermarktung an: „Ist die Marke noch frei, gibt’s eine freie Domain dazu?“ Wie Bürgermeisterin Annemarie Detsch erklärte, werde die komplette Vermarktung über das Kulturforum abgewickelt, eine eigene Domain sei nicht vorgesehen. Gänzlich in Frage stellte Benjamin Wittstock (SPD) die Namenssuche durch Jury und Gemeinderat. Die Bevölkerung werde „ihre Aula“ schon auf einen Namen taufen. „Ich war ganz baff wie ich die Namen gelesen habe“, schüttelte Gerhard Schleburg (CSU) nur den Kopf. „Wir haben hier über fünf Millionen Euro ausgegeben, da geh ich doch nicht in die ‚Kultbox’ auf ein klassisches Konzert.“ Bis man sich in Ruhe einen passenden und klangvollen Namen mit Niveau überlegt habe, solle man es übergangsweise bei der „nenen Aula“ belassen. Und sein Fraktionskollege Winfried Ferstl warb gar dafür, Fachleute hinzuzuziehen, die dann nach einem „g’scheiten Namen“ suchen würden. „Das ist ungerecht, zuerst die Bürger nach möglichen Namen zu befragen und diese jetzt abzulehnen“, kritisierte Peter von Schall-Riaucour (FDP). Anneliese Bradel (Grüne Gruppe 21) legte nach, „wenn wir eine Jury beschließen, müssen wir auch das Ergebnis akzeptieren“. Und Thomas Roy (SPD) befand nur: „Ich bin froh über diese Vorschläge.“ Das von Kulturreferentin Anja Fanslau favorisierte „Kupferhaus“ setzte sich bei der anschließenden Abstimmung vor dem „Kupferkessel“ und der „Kultbox“ mit 19:6 Stimmen durch. Ebenfalls verabschiedete der Rat das Logo für das Kulturforum. An der Ausarbeitung haben zwei Grafikbüros, zwei freischaffende Grafikerinnen sowie eine Künstlerin mitgewirkt, die jeweils mehrere Entwürfe anfertigten. In diesem Fall hat nicht die Jury entschieden, sondern lediglich eine Vorauswahl getroffen. Die Entscheidung oblag bei Kulturreferentin Fanslau, die sich für das grafische Bild des „Kupferhauses“ als zentralen Veranstaltungsort in Planegg entschieden hat. Durch die skizzierte Würm soll darüber hinaus auf weitere Veranstaltungsorte des Kulturforums wie Rathaus, Lesecafé und Musikschule verwiesen werden. Auch hierbei stimmte eine deutliche Mehrheit von 19 Gemeinderäten dem Beschlussvorschlag der Verwaltung zu.

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